Altersvorsorge: Kaum Alternativen zum Risiko

„Da sich die Erträge sicherheitsorientierter Anlageformen zurzeit gegen Null bewegen, haben die Bundesbürger im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, um ihre Versorgungslücke aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu schließen“, sagt Maximilian Beck von der Basler Lebensversicherungs-AG. „Sie können mehr Geld sparen oder in chancenreichere Anlagen investieren.“ Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat im Auftrag der Basler Leben berechnet, was diese beiden Szenarien für das Sparverhalten bedeuten.

Altersvorsorge-Kaum-baslerRiskante Aktienanlage: In längeren Zeiträumen denken (Grafik: Unternehmen).

Sinkt die Rendite nur um 1 %, müsste ein 30-jähriger Musterkunde bei gleichem Sparziel sein Sparvolumen um etwa 25 % erhöhen. Da die Zinsen tatsächlich um mehr als 1 % gesunken sind, wirkt sich dieser Effekt viel stärker aus. „Für die meisten Bundesbürger ist das nicht mehr finanzierbar“, meint Beck. Im Gegenzug können Sparer ein höheres Risiko eingehen und chancenorientierter sparen. Laut IVFP-Studie könnte der Sparbeitrag nahezu halbiert werden, wenn die Anlage jährlich 6 % statt 3 % Rendite abwerfen würde.

Doch bei Investmentfonds und Aktienanlagen sind nicht nur die Chancen auf eine größere Wertsteigerung, sondern auch das Verlustrisiko zu berücksichtigen. Das Institut hat nachgerechnet, wie hoch die Verlustwahrscheinlichkeit bei langfristigen Sparprozessen in den vergangenen 30 Jahren war. Das Ergebnis: Anleger, die seit 1987 regelmäßig einen gleichbleibenden Monatsbeitrag über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren in einen Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland (DAX) investierten, haben letztlich kein Geld verloren (siehe Infografik). Die Spanne der minimal bzw. maximal erzielten Rendite lag bei DAX-Investments zwischen 3 % und 11 % im Jahr. Bei einer Haltedauer von 25 Jahren wurde eine durchschnittliche Rendite zwischen 6 % und 9 % erzielt.

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