Anleihe: Euro setzt Marktmechanismus außer Kraft

Anleihen dienen zur Freude meines Anlegerclubs Staaten oder auch Unternehmen dazu, sich am Kapitalmarkt mit Geld zu versorgen. Je nachdem, wer eine Anleihe begibt, spricht man dann von Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen.

MetzgerOskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Foto: Privat).

Anleihen haben in der Regel eine bestimmte Laufzeit. Diese kann zwischen einem Jahr (Kurzläufer) bis hin zu 30 Jahren und mehr betragen.

Hoher Zins ist Risikoprämie

Der Kupon einer Anleihe zeigt an, wie diese verzinst wird. Die Höhe des Kupons hängt, wie es in einer Fachinformation heißt, in der Regel von der Bonität des Schuldners ab. Je schlechter diese ist, umso höher fällt der Kupon aus.

Bei Anleihen von Schuldnern mit schlechter Bonität muss der Anleger schließlich damit rechnen, dass am Ende der Laufzeit die Anleihe nicht zurückgezahlt werden kann. Der höhere Kupon ist somit die Risikoprämie, die der Investor erhält. Durch den Euro wurde dieser Marktmechanismus jedoch zeitweise außer Kraft gesetzt.

Kursrückgang bei steigendem Zins

Anleihen werden zum Ende der Laufzeit – vorausgesetzt der Schuldner kann sie tilgen – zu einem Kurs von 100 % zurückgezahlt (pari). Während der Laufzeit unterliegen Anleihen Kursschwankungen. Eine Anleihe kann sowohl über als auch unter pari notieren.

Der Kurs einer Anleihe wird maßgeblich von der Zinsentwicklung bestimmt. Grundsätzlich gilt, dass bei steigenden Zinsen die Anleihekurse fallen und sie bei fallenden Zinsen steigen. Je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist, desto stärker fallen die Schwankungen aus.

Wie Rendite entsteht

Die Rendite einer Anleihe ergibt sich schließlich aus der Kombination von Anleihekurs und Zinskupon.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam-Schutz (Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe). *