Antizyklisch: Das Motiv der Aktienkäufer

Was tun in meinem Anlegerclub, wenn die Aktienkurse fallen? Soll der Anleger prozyklisch vorgehen und dann noch verkaufen oder antizyklisch handeln und bereits wieder einsteigen?

Oskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Karikatur: Bubec).

Unter prozyklischem agieren versteht man das Handeln entlang eines Trends. Prozyklisch orientierte Anleger kaufen also bei steigenden Kursen und verkaufen, wenn die Kurse fallen. Sie gehen davon aus, dass der bestehende Trend anhält und sich möglicherweise noch verstärkt.

Die 50-%-Depotstruktur

Der Gegenbegriff ist „antizyklisches handeln“. Wer beispielsweise 50 % seines Depots in Aktien halten will, wird durch kräftige Kursänderungen geradezu zu antizyklischem handeln gezwungen. Denn sein Aktienanteil ist durch die Kursänderungen entweder gefallen oder gestiegen. Wenn er wieder 50 % erreichen will, sind deshalb Aktienkäufe oder Verkäufe angesagt.

Derartige Depotkorrekturen sollten jedoch nicht kurzfristig erfolgen. Zweimal jährlich sollte eine Neujustierung in der Regel ausreichen. Wer bei dieser Gelegenheit kräftige Kursgewinne realisiert, kann gut lachen.

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