Arbeitszimmer: Beim Hausbau einplanen

Das weiß doch jedes Kind: „Zur Arbeit gehen“ heißt, Mama und Papa müssen weg von zu Hause und ins Büro fahren. Was jahrzehntelang selbstverständlich war, beginnt sich jedoch zunehmend zu verändern. Immer mehr Arbeitnehmer gehen zur Arbeit eine Tür weiter – vom Wohnzimmer ins Home Office. Expertin Carolin Großhauser gibt Informationen rund um das Thema Wohnen und Arbeiten unter einem Dach.

Arbeitszimmer-Beim-Schwäbisch HallHome Office: Mehr als Laptop am heimischen Balkontisch (Foto: Schwäbisch Hall/Scheyhing).

Laut einer aktuellen Umfrage des Karrierenetzwerks CareerBuilder wünschen sich rund 85 % der Arbeitnehmer mehr Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung und würden gerne regelmäßig im Home Office arbeiten. Mehr als 40 % der Befragten erwarten sich davon, Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen, jeder siebte erhofft sich eine bessere Work-Life-Balance, weil sie ihre Freizeit flexibler gestalten können. Und immerhin 20 % sind überzeugt, sich in der heimischen Umgebung besser auf die Arbeit konzentrieren zu können.

„Noch sind Wunsch und Wirklichkeit allerdings ein Stück weit voneinander entfernt“, so Großhauser. Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge arbeiten nur knapp 12 % der abhängig Beschäftigten hierzulande überwiegend oder teilweise von zu Hause aus. Damit liegt Deutschland deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 17 %.

Nicht nur aus Arbeitnehmersicht gibt es gute pragmatische und psychologische Gründe, den Arbeitsplatz, wo es technisch und organisatorisch möglich ist, vom Firmensitz ins Home Office zu verlegen. Ein wichtiger Aspekt ist der Wegfall der Pendelzeiten: Die Zeit, die für die nicht selten langwierige und stressige Fahrt ins Büro und wieder zurück benötigt wird, kann direkt in die Arbeit investiert werden. Über den positiven Effekt auf Arbeitszufriedenheit, Motivation und Effizienz sind sich Arbeitspsychologen und Personalmanager weitgehend einig.

Berücksichtigt man die wichtigsten Kriterien für die Einrichtung eines Home Office, steht einem effizienten und erfolgreichen Arbeiten von zu Hause nichts im Wege. Bauherren und Immobilienerwerbern, die sich zumindest vorstellen können, ihren Job in den eigenen vier Wänden zu erledigen, empfiehlt Carolin Großhauser, ein Arbeitszimmer gleich in die Bauplanung oder Kaufentscheidung mit einzubeziehen.

Dass die Bedeutung des Home Office auch in Deutschland zunehmen wird, halten Arbeitsmarktexperten für wahrscheinlich. Insbesondere Hochschulabsolventen und andere höher Qualifizierte könnten ihren Arbeitgeber vermehrt danach auswählen.

 

Die Hypothekenzinsen im Zeitraffer

(Effektivzins aktuell und in der Vergangenheit am gleichen Tag)

 

16. Oktober 2017 5 Jahre

fest

10 Jahre

fest

15 Jahre

fest

Aktuell 1,07% 1,35% 1,86%
Vor sechs Monaten 1,08% 1,35% 1,85%
Vor einem Jahr 0,90% 1,06% 1,48%
Vor fünf Jahren 2,02% 2,59% 3,10%
Vor zehn Jahren 5,00% 5,08% 5,27%
 

Quelle: FMH-Finanzberatung (www.fmh.de)

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