Baukredit: Wenn der Job verloren geht

Jobverlust, Scheidung, schwere Krankheit – ein Schicksalsschlag kann jeden treffen. Schnell kann zum persönlichen Leid noch finanzielle Bedrängnis hinzukommen. Besonders, wenn die Finanzierung der eigenen vier Wände noch nicht abschlossen ist. Schwäbisch Hall-Expertin Gisela Hannemann erklärt, was Kreditnehmer bei Zahlungsschwierigkeiten wissen sollten:

Notfall: Sofort mit der Bank sprechen (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall).

Je eher man das Gespräch mit seinem Kreditinstitut sucht, desto leichter lässt sich eine einvernehmliche und für beide Seiten tragbare Lösung finden. Bei neun von zehn Kunden lässt sich der Kredit retten.

Immobilienbesitzer, die unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geraten, haben verschiedene Möglichkeiten: Eine befristete Reduzierung der Raten kommt ebenso in Frage wie eine dauerhafte Herabsetzung der Tilgung. Welche die richtige Lösung ist, hängt vom Einzelfall ab. Gerade weil man jeden Fall individuell betrachten muss, lautet die erste und wichtigste Regel: Lass uns darüber reden.

Wichtig zu wissen: Eine geplatzte Baufinanzierung ist weder für den Kreditnehmer, noch für Banken und Bausparkassen ein gutes Geschäft. Deshalb setzen die Institute viel daran, in Verzug geratenen Kunden über Liquiditätsengpässe hinwegzuhelfen.

Neben der Bank kann auch der Staat bei Zahlungsschwierigkeiten weiterhelfen. Entgegen der weitverbreiteten Meinung können nicht nur Mieter Wohngeld bekommen, sondern auch Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, wenn sie unverschuldet in Not geraten. Ob Anspruch auf den so genannten Lastenzuschuss besteht, hängt von Haushaltsgröße, Gesamteinkommen und Kreditbelastung ab. Betroffene können die Anträge bei der Wohngeldstelle der Gemeinde oder Kreisverwaltung stellen.

 

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