Börsen-Logbuch: Damit Aktien nicht aus dem Ruder laufen

Begrenzen Sie bei Aktien Ihre Verluste und lassen Sie die Gewinne laufen. Das hört sich für meinen Anlegerclub  zunächst einfach an. Doch in der Praxis ist es schwierig, eine genaue Grenze zu ziehen zwischen einem Verlust, der gerade noch im Rahmen der üblichen Schwankungsbreite liegt, und dem Punkt, ab dem man besser aussteigen sollte, um Schlimmeres zu verhindern.

Oskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Foto: Privat).

Beugen Sie dem Vergessen durch eine Art Börsen-Logbuch vor, heißt es deshalb in einer Fachinformation der Stiftung Warentest. So erliegen Sie nicht so leicht der Versuchung, die beim Kauf zurechtgelegte Meinung angesichts zwischenzeitlicher Ereignisse zu ändern und genau das Gegenteil anzunehmen.

Fehleinschätzungen analysieren

Das heißt nicht, dass Sie nicht von Zeit zu Zeit in Ruhe überlegen sollten, ob Sie z.B. die Aussichten für Aktien im Allgemeinen oder ein bestimmtes Unternehmen im Speziellen noch immer so positiv beurteilen wie zum Kaufzeitpunkt. Auf der anderen Seite sollten Sie nicht auf Grund jeder noch so unbedeutenden Nachricht Ihre Entscheidung infrage stellen.

In das Logbuch tragen Sie jeden Kauf (und Verkauf) mit entsprechender Begründung, dem Kursziel und der Verlustgrenze ein. Auf diese Weise können Sie aus der zeitlichen Distanz heraus auch krasse Fehleinschätzungen nüchterner analysieren.

Die Faustregel beherzigen

Wichtig ist, sich klare Ziele zu setzen, welcher Kursgewinn in der geplanten Anlagedauer in etwa erzielt werden soll und welchen maximalen Verlust Sie bereit sind zu tragen. Als Faustregel gilt: Der maximale Verlust sollte höchstens ein Drittel des erwarteten Gewinns betragen.

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