Börsenlatein: Warum man beim Outperformer auch verlieren kann

Dass Börsenlatein auch in meinem Anlegerclub schwer zu durchschauen ist, zeigt der Begriff „Outperform“. Denn  viele Aktienempfehlungen von Analysten sind nicht absolut gemeint, sondern beziehen sich auf das Marktumfeld oder die jeweilige Branche. So bedeuten die Urteile „Outperform“ und „Underperform“, dass eine Aktie besser bzw. schlechter abschneiden soll als ein Index oder die Branchenkonkurrenz. Der Analyst meint aber nicht zwangsläufig, dass der Kurs tatsächlich steigt bzw. fällt.

Börsenlatein-Deutsche BörseNeues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Die Bezeichnung Outperformer heißt also nur, dass die betreffende Aktie den gesamten Markt – beispielsweise den DAX-Index – nach Meinung der Analysten übertreffen wird. Doch das ist keine Garantie auf Kursgewinne. Denn wenn der DAX 20 % verliert und die betreffende Aktie nur 10 %, so bleibt sie ein Outperformer, weil sie ja günstiger als der Index abschnitt.

Der Kampf um die Basispunkte

Ein „Spread“ ist die Differenz zwischen dem An- und Verkaufskurs eines Wertpapiers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Auch Geld-Brief-Spanne genannt, ist der Spread ein verbreitetes Maß zur Bewertung der Effizienz von Geld- und Kapitalmärkten. Denn bei engen Spannen ist die Marktliquidität hoch, während die Transaktionskosten niedrig sind.

Ein „Basispunkt“ ist ein hundertstel Prozentpunkt. Gleichzeitig ist ein Basispunkt das international übliche Maß für die kleinstmögliche Einheit, um die sich der Kurs einer Anleihe oder ein Zinssatz nach oben oder unten bewegt. Ein Zins- oder Renditeunterschied von 71 Basispunkten beispielsweise entspricht einer absoluten Differenz von 0,71 Prozentpunkten. Ein solcher Unterschied kann ganz schön unangenehm sein, weshalb man in meinem Anlegerclub um jeden Basispunkt kämpft.

 

Die Anlagezinsen

(Anlagebetrag von 5.000 Euro – aktuell und in der Vergangenheit)

 

28. März 2017 FMH-

Index

%

Spanne % Vor 5

Jahren*

%

Vor 10

Jahren*

%

Tagesgeld

 

0,17 0,00-1,01 1,57 2,66
Festgeld

(12 Monate)

0,22 0,00-1,60 1,69 3,62
Sparbriefe

(5 Jahre)

0,59 0,00-1,75 2,57 3,72
Bundesanleihe

(10 Jahre)**

0,39 1,90 4,00
 

Quelle:

FMH-Finanzberatung

www.fmh.de

 

 

*Indexwerte der

FMH-Finanzberatung

 

**vom

Vortag laut

Bundesbank

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