Börsensprache: Basispunkt, Agio und Spread

Was an den Wertpapiermärkten passiert, ist in meinem Anlegerclub keine Geheimwissenschaft. Doch mit ihrem Börsenchinesisch stoßen die Profis viele Anleger ab. Dabei ist es gar nicht so schwer, die hochtrabenden Begriffe zu entblättern. Dazu drei Beispiele:

Börsensprache-Deutsche BörseNeues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Basispunkt: Ein Basispunkt ist ein hundertstel Prozentpunkt. Gleichzeitig ist ein Basispunkt, wie es in einer Fachinformation heißt, das international übliche Maß für die kleinstmögliche Einheit, um die sich der Kurs einer Anleihe oder ein Zinssatz nach oben oder unten bewegt. Ein Zins- oder Renditeunterschied von 71 Basispunkten beispielsweise entspricht einer absoluten Differenz von 0,71 Prozentpunkten.

Agio: Das Agio ist ein Aufgeld/Aufschlag bei Wertpapieren. Es ist der Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren deren Nennbetrag überschreitet bzw. der Betrag, um den der Börsenkurs den inneren Wert der Anlage übersteigt. Auch das Aufgeld (Ausgabeaufschlag), das beim Kauf vieler Fonds vom Anleger zu zahlen ist, wird als Agio bezeichnet. Das Gegenteil ist Disagio.

Spread: Ein Spread ist die Differenz zwischen dem An- und Verkaufskurs eines Wertpapiers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Auch Geld-Brief-Spanne genannt, ist der Spread ein verbreitetes Maß zur Bewertung der Geld- und Kapitalmarkteffizienz. Denn bei engen Spannen ist die Marktliquidität hoch, während die Transaktionskosten niedrig sind.

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