Branchenrotation: Streuung verringert das Risiko

Zu den häufigsten Fehlern in meinem Anlegerclub gehört es,  zu einseitig in bestimmte Branchen zu investieren – z.B. ausschließlich in Aktien der Kommunikations- und Informationstechnologie. Kurzfristig kann dies mit etwas Glück zwar zu Gewinnen führen, die weit über dem Durchschnitt liegen.

Neues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Aber in gleichem Ausmaß steigt auch die Gefahr von überdurchschnittlichen Verlusten. Wenn andere Branchen für die Börse interessant werden, drohen unausgewogenen Aktiendepots Rückschläge, warnt das Deutsche Aktieninstitut.

Aktien verschiedener Branchen entwickeln sich abweichend voneinander – schon weil die Branchen sehr unterschiedlich auf Veränderungen der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren. Aktien des Dienstleistungsbereichs nehmen z.B. oft eine andere Richtung als Industrieaktien und Pharmatitel eine andere als Autowerte.

Eine vernünftige Streuung auf Aktien verschiedener Branchen und verschiedener Unternehmensgrößen verringert deshalb das Risiko und führt langfristig zu einer gleichmäßigeren Wertentwicklung. Selbst in konjunkturell unruhigen Zeiten sind meist nie alle Aktien von Kurseinbußen betroffen. In einem ausgewogenen Depot sind es dann manchmal gerade die kleineren Spezialwerte, die man nicht im DAX-Index findet, die die vorübergehenden Kursverluste der großen Standardwerte aufwiegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam-Schutz (Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe). *