Bruttoinlandsprodukt: Ungeduldig erwartete Schicksalszahl

Auf die Bekanntgabe des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wartet man in meinem Anlegerclub immer besonders ungeduldig. Das BIP bildet die Größe einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum ab.

Neues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Es entspricht dem Wert der in einem Jahr produzierten Waren und Dienstleistungen plus der nicht abziehbaren Umsatzsteuern. Die im Produktionsprozess verbrauchten Güter und die Subventionen werden als Vorleistungen abgezogen.

Die wirtschaftliche Leistung

Das Bruttoinlandsprodukt misst die im Inland erbrachte wirtschaftliche Leistung, unabhängig davon, wer dazu beigetragen hat: Ob Inländer oder Ausländer.

Dagegen ist das Bruttosozialprodukt (BSP) die Messgröße für die wirtschaftliche Leistung der Inländer. Es ist dabei unerheblich, ob sie die Leistung im Inland oder in der übrigen Welt erbracht haben.

Der Trend ist wichtig

Das reale BIP eignet sich nicht als Vergleichsgröße. Es kommt nämlich auch darauf an, wie viele Menschen am BIP mitarbeiten, genauer, auf wie viele Köpfe sich das, was die Menschen geleistet haben, verteilt. Was Wirtschaftsforscher und Arbeitsmarktpolitiker interessiert, ist nicht nur die absolute Leistung, sondern auch, wie sie sich entwickelt, heißt es in einer Information der Stiftung Warentest.

Sie verfolgen gespannt, ob und wie stark das BIP wächst oder ob es schrumpft. Eines ist dabei klar. Von stark entwickelten Volkswirtschaften, deren Produktion und Dienstleistungen auf hohem Niveau sind, lässt sich kein großes Wachstum mehr erwarten.

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