Carsharing: Was bei Versicherungen wichtig ist

Carsharing wird immer beliebter: Mehr als 1,7 Mio. Teilnehmer zählte der Bundesverband CarSharing e.V. (bcs) Anfang 2017. Die Möglichkeit, ohne eigenes Auto und über Bus und Bahn hinaus mobil zu sein, ist gerade für Stadtbewohner und junge Menschen attraktiv. Welche Rechte und Pflichten Nutzer von Carsharing haben, und was beim Versicherungsschutz zu beachten ist, sagt Frank Mauelshagen von der Ergo.

Carsharing-ErgoÜbergabe: Fahrzeug auf Schäden überprüfen (Foto: Ergo Group).

Wer ohne Auto mobil sein möchte, hat mit dem öffentlichen Nahverkehr, Fernbussen und der Bahn zwar viele Möglichkeiten. Dennoch kann es manchmal hilfreich sein, auf ein Auto zurückgreifen zu können, beispielsweise für einen Großeinkauf oder einen Ausflug ins Grüne. Diese Flexibilität bietet Carsharing.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen

Der Clou dabei: „Ein Carsharing-Kunde kann ein Auto nutzen, ohne sich um Kfz-Steuern, TÜV, Versicherungen oder Reparaturen kümmern zu müssen“, so Frank Mauelshagen. Bei Carsharing-Autos gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei Mietautos: Vor Antritt der Fahrt sollte der Fahrer immer überprüfen, ob das Fahrzeug beschädigt oder verschmutzt ist. Wenn das der Fall ist, am besten sofort den Anbieter kontaktieren. „Nur so kann der Kunde sicher sein, dass die Schäden nicht ihm angelastet werden“, warnt Frank Mauelshagen.

„Bevor der Kunde ein Auto bucht, sollte er dessen Versicherungsstatus überprüfen“, rät der Kfz-Experte. Eine Haftpflichtversicherung ist für Carsharing-Autos Pflicht. Zudem sind die Fahrzeuge meist vollkaskoversichert. „Nutzer sollten unbedingt auf die Höhe des Selbstbehalts des Carsharing-Anbieters achten, denn hier gibt es deutliche Unterschiede“, empfiehlt Frank Mauelshagen. Die Spanne reicht von 500 Euro bis zu 1.500 Euro.

Kein Schuldeingeständnis

Kommt es zu einem Unfall, sollte der Carsharer umgehend den Anbieter und die Polizei informieren. Im Gespräch mit Polizei und Unfallgegner sollten Fahrer kein Schuldeingeständnis ablegen – weder mündlich noch schriftlich. Denn dadurch können sie den Versicherungsschutz riskieren.

Um zu prüfen, ob sich Carsharing für die persönlichen Anforderungen lohnt, ist ein Blick auf die Kosten hilfreich: Die Preise setzen sich in der Regel aus einer Stundenpauschale – abhängig vom Fahrzeugmodell – und einer Verbrauchspauschale für jeden gefahrenen Kilometer zusammen. Dazu kommt eine einmalige Anmeldegebühr. Für längere Strecken oder eine Tagesanmietung kann es manchmal günstiger sein, auf einen klassischen Mietwagen zurückzugreifen.

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