Charts: Hokuspokus oder Anleger-Navi?

Wer in meinem Anlegerclub anfängt, sich ernsthaft mit Aktienanlagen zu beschäftigen, stößt früher oder später auf die so genannten „Charts“. Dabei handelt es sich um Diagramme, die den historischen Verlauf von Aktienkursen oder Indizes darstellen.

Charts-Hokuspokus-Deutsche BörseNeues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

An die Kurven werden nun Linien gelegt, die Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen aufzeigen. Dies geschieht durch die Verbindung einzelner Höchst- bzw. Tiefstkurse im Zeitverlauf.

Zukunft der Kurse

Verlaufen diese Linien parallel, so spricht man von Trendkanälen. Charttechniker gehen davon aus, betont das Deutsche Aktieninstitut, dass diese Darstellungen etwas über die Zukunft der Kurse aussagen.

Wenn ein Kurs z.B. eine Trendlinie von unten nach oben durchbreche oder wenn sich bei den Aktienkursen die Form einer Untertasse herausbilde, sei dies ein Vorzeichen steigender Kurse.

Keine verirrten Hitzköpfe

Die Chartanalyse ist keineswegs das Hobby einiger verirrter Hitzköpfe. Auch in seriösen Finanzhäusern wird diese Methode der Aktienanalyse – neben vielen anderen – angewandt.

Auch Börsenprogramme für Homecomputer basieren oft auf der Charttechnik. Denn Charttechniker liegen mit ihren Prognosen oft richtig.

Viele Börsianer glauben daran

Kritiker führen dies jedoch darauf zurück, dass viele Börsianer an Charts glauben und entsprechend handeln. Dass sie z.B. Aktien kaufen, wenn die Charts ein „Kaufsignal“ geben.

Diese Nachfrage führt dazu, dass die Kurse dann tatsächlich steigen – wie vorausgesagt. Trotz mancher Erfolge sollte die Charttechnik jedoch nicht überschätzt werden, rät das Deutsche Aktieninstitut.

Fundamentale Daten wichtig

Insbesondere für die mittel- und langfristige Kursprognose sei sie eher ungeeignet. Privatanleger sollten Aktien jedenfalls nie allein auf Grund charttechnischer Signale kaufen oder verkaufen. Entscheidend für die Kursentwicklung seien auf lange Sicht die fundamentalen Daten, also das Wachstum der Unternehmen und der Gesamtwirtschaft.

 

Die Anlagezinsen

(Anlagebetrag von 5.000 Euro – aktuell und in der Vergangenheit)

 

14. März 2018 FMH-

Index

%

Spanne % Vor 5

Jahren*

%

Vor 10

Jahren*

%

Tagesgeld

 

0,13 0,00-1,00 0,98 3,22
Festgeld

(12 Monate)

0,18 0,00-1,17 0,85 4,05
Sparbriefe

(5 Jahre)

0,60 0,00-2,00 1,59 3,89
Bundesanleihe

(10 Jahre)**

0,61 1,42 3,77
 

Quelle:

FMH-Finanzberatung

www.fmh.de

 

 

*Indexwerte der

FMH-Finanzberatung

 

**vom

Vortag laut

Bundesbank

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