Corona: Gute Nachbarschaft sehr wichtig

Durch die Corona-Pandemie hat Nachbarschaft an Bedeutung gewonnen. Ob ein Gespräch zwischen Tür und Angel, Anteilnahme oder Fürsorge – das Wissen um eine Person im Haus, Zimmer oder der Wohnung nebenan hat vielen Menschen durch eine schwierige Zeit geholfen. Ein gutes Verhältnis zu den Menschen, die um sie herum leben, ist den Deutschen aber nicht nur in Extremsituationen wichtig. Was gute Nachbarschaft bedeutet, erklärt Regina Charlotte Wagner von Schwäbisch Hall.

Pandemie: Gemeinsam die schwere Zeit überstehen (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall).

Zu einem Gefühl von Heimat gehört ein gutes Verhältnis zu den Bewohnern nebenan. Diese Aussage teilen laut Nachbarschaftsstudie von Schwäbisch Hall vier von fünf Deutschen. „Für die Mehrheit ist das ein gelegentlicher Plausch im Flur oder am Gartenzaun, bei anderen entwickelt sich sogar Freundschaft“, erklärt Wagner.

Laut Nachbarschaftsbarometer von Edeka in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Gelszus bedeutet Nachbarschaft für 56 % der 3.769 Befragten „Hilfsbereitschaft“. Für 25 % „freundlicher Umgang“ und für 11 % „Rücksichtnahme“. Ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis trägt bei vielen zu einem Gefühl von Sicherheit im eigenen Wohnumfeld bei – und dazu, dass Bewohner sich wohlfühlen. Doch was macht ein gutes Miteinander aus? Viele helfen sich gegenseitig, indem sie Pakete und Post annehmen (66 %), während der Urlaubsabwesenheit nach der Immobilie schauen oder sich Werkzeuge oder Lebensmittel borgen (47 %).

Die Hecke, die über den Gartenzaun wächst, der laut brummende Rasenmäher am Sonntagmorgen oder Abfallgerüche – Auslöser für Konflikte finden sich viele. Einer der häufigsten Gründe ist Lärm. 15 % der Befragten der Schwäbisch Hall-Studie fühlen sich vom Lärm ihrer Nachbarn gestört oder in ihrer Wohnqualität eingeschränkt – vor allem während Ruhezeiten. „Ruhezeiten sind nicht bundeseinheitlich geregelt, sie variieren teilweise von Kommune zu Kommune oder von Bundesland zu Bundesland. Ein guter Anhaltspunkt ist die Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr und die ganztägige Ruhe an Sonn- und Feiertagen“, weiß die Schwäbisch Hall-Expertin Wagner. Wer plant den Rasen zu mähen, sollte dies im besten Falle also werktags zwischen 7 und 20 Uhr machen. Diesen Zeitraum legt die Bundesimmissionsschutzverordnung fest. Das gleiche gilt auch für die Arbeit mit Laubbläsern, Motorsägen und Bohrmaschinen. Aber auch hier lohnt es sich, die kommunalen Richtlinien vorab zu prüfen. Entwarnung gibt Wagner für das Wäschewaschen: „Die Nutzung der Waschmaschine ist an keine festgelegten Ruhezeiten gebunden.“

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