Covid-19: Chancen für das Landleben

Die Pandemie macht das Landleben zum Trend, während Großstädte an Attraktivität verlieren. Das zeigt eine Umfrage der BHW Bausparkasse. Demnach wünschen sich 71 % der Deutschen, dass Wohnen auf dem Land stärker gefördert wird. 40 % erwarten, dass mehr Städter aufs Land ziehen.

Wünsche: Vor allem Junge wollen aufs Land (Schaubild: BHW Bausparkasse).

Corona verändert viel – auch die Wahrnehmung der eigenen Wohnsituation. 22 % der Großstädter, die in den Kernbereichen der Städte leben, haben laut BHW Umfrage ihre persönliche Wohnsituation als belastend empfunden. Gelten die Innenstadtviertel jetzt nicht nur als teuer, sondern auch als zu eng und potenziell gefährlich? In Orten unter 20.000 Einwohnern klagen jedenfalls nur 5 % über Einschränkungen. Förderung für das flache Land wünscht sich mit 81 % der unter 30-Jährigen ausgerechnet die Altersgruppe überdurchschnittlich häufig, die in den vergangenen Jahren in die Metropolen und mittelgroßen Schwarmstädte gestrebt ist.

„Hier deutet sich eine Trendwende mit enormen Potenzial an“, kommentiert Henning Göbel, Vorstands­vorsitzender der BHW Bausparkasse. „Wenn junge Leute und Familien das Land wiederentdecken, werden auch öffentliche Mobilitätsangebote, Geschäfte und Ärzte zurückkommen.“ Dafür, dass die Politik neue Impulse für das Wohnen auf dem Land geben sollte, sprechen sich 65 % der Großstädter und 81 % der Landbewohner aus. Fast einhellig stimmen dieser Forderung die Befragten zu (92 %), die durch Corona unter ihrer Wohnsituation gelitten haben.

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