Drohnen: Hobbypilot braucht Haftpflichtpolice

Sie klingen wie ein Hornissenschwarm und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit im privaten Bereich: Drohnen, die kleinen ferngesteuerten Flugmodelle, mit denen jedem spektakuläre Aufnahmen aus der Luft möglich sind, ohne sich von der Stelle bewegen zu müssen. Doch aufgepasst: Jede noch so kleine Drohne benötigt eine Haftpflichtversicherung – dies schreibt das Luftverkehrsgesetz vor.

Vor dem ersten Flug: Über gesetzliche Vorschriften informieren (Foto: HDI/Bilges).

Wer keine Versicherung vorweisen kann, dem droht zum einen ein Bußgeld. Zum anderen muss er aus eigener Tasche Schäden ersetzen, die seine Drohne anrichtet – egal, ob er schuld ist, oder nicht.

Teilweise mitversichert

In einigen Privathaftpflichtversicherungen sind die kleinen Multicopter versicherbar oder generell mitversichert. Dr. Henning Folkerts von der HDI Versicherung AG erklärt: „In unserer aktuellen Privathaftpflichtversicherung ist das Halten und Benutzen von eigenen motorisierten Flugmodellen – je nach gewählter Produktlinie – bis zu einem Abfluggewicht unter fünf Kilogramm mitversichert. Dazu gehören z.B. Modellflugzeuge, Drohnen und andere so genannte Multicopter, für die eine private Nutzung innerhalb Deutschlands erlaubt ist.“

Ein Drohnenhalter muss – vergleichbar mit dem Halter eines Kraftfahrzeugs – eine Haftpflichtversicherung abschließen. Wer die Drohne nur zu privaten Zwecken nutzt, sollte vor dem ersten Start mit seinem Versicherer klären, ob seine Privathaftpflicht diesen gesetzlich vorgeschriebenen Schutz bietet.

Wichtige Ausschlüsse

Dies hängt unter anderem vom Abfluggewicht und der Art des geplanten Einsatzes ab. Auch der Einsatzort spielt eine Rolle. Wer die Drohne im Ausland steigen lässt, gewerbliche Aufnahmen mit ihr macht oder ein Modell mit einem Fluggewicht von fünf Kilo und mehr in den Luftraum schickt, benötigt oftmals eine separate, spezielle Drohnenversicherung.

„Wir bieten verschiedene Versicherungsleistungen für erlaubte private Flüge an. Ohne Selbstbeteiligung sind die wichtigsten Fälle abgedeckt, etwa die Steuerung der Drohne per Smartphone oder Tablet. Das Fliegen außerhalb der Sicht z.B. mit Videobrille ist allerdings ausgeschlossen“, ergänzt Folkerts.

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