E-Auto: Wie man zuhause tankt

Ökologisch sinnvoll und voll im Trend: Die eigene Immobilie wird zur Tankstelle für das Elektroauto. Schwäbisch Hall-Expertin Kathrin Milich gibt einen Überblick darüber, was Hausbesitzer wissen sollten.

Clever: Photovoltaikanlage mit einer privaten Ladestation fürs Elektroauto kombinieren (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall).

Derzeit können Käufer in Deutschland aus knapp 60 verschiedenen Elektroautos wählen. Bis zum Jahr 2025 sollen es mehr als 100 Modelle quer durch alle Fahrzeugklassen sein. Auch das Netz von Ladestationen wird kräftig ausgebaut: Rund 11.000 öffentliche E-Tankstellen gibt es bereits. Trotzdem: 80 % der E-Autofahrer tanken lieber zu Hause, meldet der Bundesverband eMobilität.

Also einfach nach Feierabend ein passendes Ladekabel in die Steckdose stecken und das E-Auto lädt sich über Nacht? Ganz so einfach ist es nicht. An einer Haushaltssteckdose würde es bis zu zehn Stunden dauern, die Batterie eines Elektroautos vollständig zu laden. Das wäre nicht nur äußerst unwirtschaftlich, sondern auch gefährlich – dafür ist die Ladeleistung eines Autos viel zu hoch.

Für die E-Tankstelle im eigenen Haus ist eine spezielle Ladestation, eine so genannte Wallbox, notwendig. Es gibt sie in verschiedenen Varianten mit einer Ladeleistung zwischen 3,7 kW und 22 kW, die Preisspanne reicht von 500 bis etwa 2.500 Euro. Hinzu kommt noch die Installation, die grundsätzlich nur von einem zertifizierten Elektrofachbetrieb durchgeführt werden darf.

Für Hausbesitzer gilt die Faustregel: Wird das Elektroauto grundsätzlich zu Hause geladen, verdoppelt sich der Strombedarf eines Familienhaushalts. Ein Auto mit Strom zu betreiben ist an sich schon umweltschonender als der Antrieb mit Benzin oder Diesel. Optimal ist es, wenn der Strom selbst noch klimaneutral erzeugt wird.

Klimaschonend tanken Hausbesitzer vor allem dann, wenn sie Ökostrom beziehen oder – noch besser – eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und einen Stromspeicher zu Hause haben: Sie können den selbst produzierten Strom, der nicht im Haushalt benötigt wird, fürs eigene Elektroauto verwenden.

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