E-Roller: Kleinen Führerschein gefordert

Die Experten beim 58. Deutschen Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar haben dem deutschen Gesetzgeber empfohlen, eine Art kleinen Führerschein für E-Roller einzuführen. Das berichtet das Goslar Institut, eine Initiative der HUK-Coburg. Mit einer solchen Fahrerlaubnis – ähnlich der für das Mofafahren – soll das Fahren mit den so genannten E-Scootern sicherer werden.

Verkehrswege: Immer weniger Platz (Karikatur: Goslar Institut).

Beim VGT standen neben der zunehmenden Aggressivität im Straßenverkehr die insbesondere bei jungen Leuten inzwischen so beliebten E-Roller im Mittelpunkt der Diskussionen um mehr Verkehrssicherheit. Bislang liegen zwar noch keine offiziellen Daten zu Unfällen mit E-Scootern vor – diese Elektro-Kleinstfahrzeuge, wie sie im Amtsdeutsch heißen, sollen erst ab diesem Jahr in die Unfallstatistik aufgenommen werden. Doch Berichten zufolge sollen sich die Unfälle mit solchen Rollern inzwischen häufen. Die häufigsten Ursachen für Verletzungen beim Betrieb solcher E-Roller sehen Experten in einer verbreiteten Sorglosigkeit bei den Nutzern, die unbekümmert mit diesen Fun-Fahrzeugen losbrausen, ohne sich zuvor mit ihnen und ihrem Fahrverhalten vertraut gemacht zu haben.

So müssen die Benutzer von E-Scootern etwa beim Abbiegen – wie beim Radfahren – ein entsprechendes Armzeichen geben. Das gilt bei den kleinen Lenkern und kleinen Rädern der E-Roller jedoch als nicht ungefährlich, weil das Gefährt mit nur einer Hand am Lenker ziemlich instabil wird. Deshalb sprachen sich die Verkehrssicherheits-Experten dafür aus, Blinker für die Roller einzuführen. Außerdem plädieren sie für eine verbindliche Schutzausrüstung für die Fahrer.

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