Einbruchschutz: Hilfe durch mechanische Sicherungen

Frank Manekeller von der HDI Versicherung AG weiß aus seiner täglichen Praxis: „Fenster und Türen sind und bleiben die Angriffspunkte von Einbrechern.“ Um eine individuelle Sicherung ihrer Zugangspunkte kümmern sich nur rund 20 % der Bewohner, wie eine Umfrage „Wohnsicherheit und Einbruchdiebstahl“ aus 2017 zeigt. „Dabei können nachträglich eingebaute, einfache und solide Sicherungen an Fenstern und Türen Einbruchsversuche wirksam erschweren bis verhindern“, erklärt der Experte.

Zeitdruck: Täter geben schnell auf, sobald es kompliziert wird (Foto: HDI/Wilde).

Bei Fenstern empfehlen sich etwa – neben abschließbaren Griffen – Beschläge mit so genannten Pilzkopfzapfen. Diese sind sicherer als standardmäßig verbaute Rollzapfen, denn sie „verkrallen“ sich auf Grund ihrer T-Form mit dem Gegenstück. Das Aufhebeln wird erschwert – das schreckt ab. Fast 45 % aller Einbruchsversuche werden tatsächlich abgebrochen. „Profis benötigen weniger als fünf Minuten, um ein Haus oder eine Wohnung zu ‚knacken‘, wenn sie nicht auf Widerstände stoßen. Da die Täter unter großem Zeitdruck stehen, geben sie schnell auf, sobald es kompliziert wird“, erläutert Manekeller.

Nach aktuellen Angaben des Bundesverbands Informationswirtschaft (Bitkom) nutzt bereits fast jeder vierte Bundesbürger Smart Home-Anwendungen. Mehr als jeder Dritte plant in den nächsten Monaten eine Anschaffung. In punkto Sicherheit leisten sie einiges: Rollläden, Überwachungskameras, Alarmanlagen, Beleuchtung oder Technik in Haus und Wohnung können bei entsprechender Vernetzung über mobile Endgeräte aus der Ferne gesteuert und überwacht werden.

Manekeller begrüßt diese Entwicklung: „Smart Home-Systeme eröffnen zusätzliche Möglichkeiten beim Einbruchschutz. Bei Abwesenheit kann man über Licht- und Rolllädensteuerung gezielt den Eindruck erwecken, als sei jemand anwesend. Smarte Alarmanlagen benachrichtigen sofort über unerwünschte Eingriffe.“

Die abschreckende Wirkung von Smart Home-Systemen mit Haushüter- und Warnlogik sei eine sinnvolle Ergänzung beim Einbruchschutz und ein echter Mehrwert für Verbraucher, betont Manekeller. Aber auch eben nur eine Ergänzung. Sein Fazit: „Ein Ersatz für hochwertige konventionelle Sicherungen sind die Systeme allerdings nicht – im Doppelpack punkten sie dafür umso mehr.“

HDI honoriert den Einsatz von Sicherungsmaßnahmen durch Smart Home-Technik mit einem Beitragsnachlass und bietet in der Hausratversicherung ein Konzept zur Absicherung der Smart Home Komponenten.

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