Einbruchszeit: Sicherheitstipps für den Sommerurlaub

Der Schock nach dem Sommerurlaub: Die Haustür steht bereits offen, das Wohnhaus gleicht einem Schlachtfeld. Teure Wertgegenstände und Erinnerungstücke mit hohem emotionalem Wert sind gestohlen, im schlimmsten Fall haben die Einbrecher noch randaliert. Die vermeintliche Hochsaison für Einbrecher sind die dunklen Wintermonate. Doch auch leer stehende Wohnungen und Häuser in den Sommerferien sind ein Paradies für Einbrecher, wie die Schadenstatistik der Gothaer belegt. Aber wie können Verbraucher ihr Zuhause vor Einbrechern schützen und wer zahlt eigentlich bei einem Einbruch?

Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) steigt die Zahl der Einbrüche zur dunklen Jahreszeit von Oktober bis März um insgesamt 40 % an.

Eine Auswertung der saisonalen Schadenverläufe durch Einbruch der Gothaer Versicherung zeigt allerdings auch, dass ein deutlicher Schwerpunkt der Einbruchschäden über die Sommermonate zu erkennen ist. Während die Gothaer Schadenstatistik im Januar und Dezember 2017 durchschnittlich 959 Einbruchschäden erfasst, waren es im Juli und August 2017 durchschnittlich 1.148 Schäden. Auch die Statistiken der Gothaer aus den Vorjahren zeigen, dass es im Sommer mehr Einbrüche gegeben hat als in den dunklen Wintermonaten. In den Jahren 2014 bis 2016 stieg die Zahl der Schäden durch Einbrüche im Juli und August verglichen zu Januar und Dezember um knapp 16 %.

Der Grund: Die Sorglosigkeit der Haus- und Wohnungsbesitzer. Die Fähigkeiten der Einbrecher werden häufig unterschätzt. Gekippte Fenster, um in den warmen Sommermonaten durchzulüften oder nicht abgeschlossene Haustüren werden als Gefahrenquellen häufig nicht erkannt. „Selbst bei längerer Abwesenheit, wie einer Urlaubsreise in den Sommerferien, werden oft kaum Sicherheitsvorkehrungen getroffen“, kommentiert Petra Schindler, Expertin für Einbruchschutz bei der Gothaer.

Überquellende Briefkästen, ein überwucherter Garten und wochenlang geschlossene Rollläden sind geradezu eine Einladung für Einbrecher. „Wer verreist, sollte vor allem Anwesenheit vortäuschen“, betont Schindler. Zeitschaltuhren für Lampen, Radio und Fernseher können z.B. dafür sorgen, dass die Wohnung oder das Haus bewohnt aussehen. Ebenso leicht ist es, Freunde oder Nachbarn zu bitten, sich um die Post zu kümmern.

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Einbruch kommen, spielen nicht nur die aufkommenden Kosten eine Rolle. Immaterielle Schäden wie die Angst in den eigenen vier Wänden oder abhanden gekommene Erinnerungsstücke können nur schwer behoben und ersetzt werden. Für den materiellen Schaden jedoch kommt die Gothaer Hausratversicherung auf. In den Tarifausprägungen Plus und Premium greift die Versicherung sogar bei grober Fahrlässigkeit.

Unmittelbar nach einem Einbruch sind Versicherungsnehmer dazu verpflichtet, unverzüglich eine Stehlgutliste an den Versicherer und die Polizei zu geben. „Weil es in der allgemeinen Aufregung schwierig sein kann, an alles zu denken, was sich in den Wohnräumen befunden hat, ist es sinnvoll, im Vorhinein eine Inventarliste anzufertigen. Nach einem Einbruch kann der Hausrat mit einer solchen Liste abgeglichen werden“, empfiehlt Schindler.

Top 7-Tipps für Einbruchschutz

Auch wenn die aktuelle Kriminalitätsstatistik einen rückläufigen Trend der Einbruchzahlen ausgibt, sollte der Einbruchschutz nicht vernachlässigt werden. Mit diesen sieben Tipps werden Haus oder Wohnung während der Sommerzeit sicher gemacht:

  • Einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren in Verbindung mit abschließbaren Griffen sowie adäquate Zusatzsicherungen wie ein Querriegelschloss installieren
  • Schließzylinder gegen Abbrechen, Herausreißen und Kernziehen schützen
  • Fenster immer schließen, nie gekippt oder offen stehen lassen
  • Türen und Fenster immer abschließen, Schlüssel nie draußen deponieren
  • Außenbereiche beleuchten, beispielsweise mit Bewegungsmeldern
  • Anwesenheit vortäuschen: Rollläden tagsüber hochziehen und nachts schließen lassen, Licht durch Zeitschaltuhren steuern
  • Briefkasten leeren lassen
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