Faustregeln: Wie man einen kühlen Kopf behält

Politische Ereignisse können zuweilen heftige Kursausschläge an den Börsen verursachen. Doch Sparer sollten nicht versuchen, den Börsen mit hektischen Wertpapierkäufen und -verkäufen ein Schnippchen zu schlagen, sondern sich vielmehr an drei Regeln halten, um nicht dem Herdentrieb zu erliegen. Denn bei der Geldanlage sind ein kühler Kopf und eine Langfriststrategie gefragt.

Faustregeln-Wie manFaustregeln: Für Sparer gibt es hilfreiche Ratschläge (Foto: Metzger).

Regel Nummer eins: persönliche Anlagestrategie bestimmen: Sparer sollten auf Basis ihrer eigenen Risikopräferenzen und Anlageziele zunächst ihre persönliche Anlagestrategie festlegen. Dabei sollten sie – wenn nötig mit einem Berater – eine Gewichtung der Anlageklassen bestimmen. Als Faustformel gilt jeweils 30 % in Aktien, Anleihen und Immobilien sowie 10 % als Barreserve. Welche Mischung letztlich gewählt wird, hängt von den persönlichen Zielen und der Lebenssituation ab. Wer beispielsweise bereits über eine eigene Immobilie verfügt, sollte mit dem übrigen Geld stärker Aktien und Anleihen oder entsprechende Fonds berücksichtigen. Sind die Ersparnisse auf die drei Anlageklassen verteilt, sollten Sparer an dieser Strategie konsequent festhalten und sich nicht von kurzfristigen Ereignissen beirren lassen.

Regel Nummer zwei: regelmäßig sparen: Wer monatlich einen Teil seines Einkommens zusätzlich zur Seite legen kann, sollte dies gemäß seiner Anlagestrategie auch tun. Mit einem einfachen Sparplan auf Fonds können Sparer schon mit kleinen monatlichen Beträgen ein Wertpapiervermögen bilden. Investmentfonds sind flexibel. Die Sparer bestimmen, wie viel sie monatlich sparen möchten und in welche Fonds das Geld fließen soll. Das können aktive Fonds sein, die in Aktien, Immobilien und Anleihen investieren oder passive Fonds, im Fachjargon ETFs genannt. Wer regelmäßig einen fixen Betrag beispielsweise in einen Aktienfonds investiert, macht sich zudem von den Stimmungsschwankungen an den Börsen unabhängig. Bei hohen Kursen erhalten die Sparer weniger Fondsanteile und bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile für das gleiche Geld.

Regel Nummer drei: Anlagestrategie regelmäßig überprüfen: Sollten größere Vermögen etwa aus einer Erbschaft oder dem Verkauf einer Immobilie anfallen, sollte die bisherige Anlagestrategie allerdings kritisch hinterfragt werden. Oftmals ändern sich mit größeren Vermögen auch die Lebenssituation und entsprechend die persönlichen Anlageziele und Risikopräferenzen; meist steht dann eher der Kapitalerhalt im Vordergrund und nicht der Vermögensaufbau.

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