Finanzielle Repression: Der Grund für die Minizinsen

Finanzielle Repression steht für eine Reihe von Zwangsmaßnahmen, mit denen Staaten ihre Finanzierungskosten künstlich niedrig halten, heißt es in einer Fachinformation des Instituts der deutschen Wirtschaft, die in meinem Anlegerclub herumgereicht wurde. Der Begriff wurde in den 1970er Jahren von den Ökonomen Ronald McKinnon und Edward Shaw eingeführt.

MetzgerOskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Foto: Privat).

Staaten greifen zur finanziellen Repression, wenn sie ihre Verschuldung nicht durch Inflation und Sparmaßnahmen abbauen können. Durch niedrig gehaltene Zentralbankzinsen und andere Markteingriffe verschaffen sich die Regierungen frisches Kapital zu Konditionen, die am freien Markt nicht möglich wären.

Staaten verringern Schulden

Zu den Instrumenten der Finanzrepression gehört auch, die Banken zu zwingen, trotz niedriger Zinsen Staatsanleihen zu halten. Insgesamt führen die Maßnahmen dazu, dass die Zinserträge durch die Inflation aufgezehrt werden und sich negative Realzinsen ergeben.

Diese bedeuten für die Anleger Verluste – und für die Staaten, dass sich ihre Schuldenlast verringert.

 

Die Anlagezinsen

(Anlagebetrag von 5.000 Euro – aktuell und in der Vergangenheit)

 

6. März 2018 FMH-

Index

%

Spanne % Vor 5

Jahren*

%

Vor 10

Jahren*

%

Tagesgeld

 

0,13 0,00-1,00 1,00 3,22
Festgeld

(12 Monate)

0,18 0,00-1,17 0,86 4,05
Sparbriefe

(5 Jahre)

0,60 0,00-2,00 1,60 3,89
Bundesanleihe

(10 Jahre)**

0,63 1,39 3,84
 

Quelle:

FMH-Finanzberatung

www.fmh.de

 

 

*Indexwerte der

FMH-Finanzberatung

 

**vom

Vortag laut

Bundesbank

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