Geldanlage: Drei wichtige Grundregeln

Viele Deutsche vermeiden es, sich mit Finanzfragen zu beschäftigen. Umfragen zufolge gehen sie lieber zum Zahnarzt als zum Bank- oder Finanzberater. Aber auch digitale Angebote rufen wenig Interesse hervor.

Zahnarzt: Beliebter als Bankberater (Foto: Deutsche Börse AG).

Doch die Augen vor vermeintlich unangenehmen Realitäten zu verschließen, ist keine Lösung. Schon länger gibt es so gut wie keine Zinsen auf Sparbüchern oder für Anleihen. Parallel lag die Inflation im Juni bei 0,9 %. Damit verlieren die Ersparnisse auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten stetig an Wert. Die Deutschen sparen sich also ärmer. Diese drei Grundregeln sollten Sparer bei der Geldanlage deshalb beachten:

In einem ersten Schritt sollten sich die Anleger zunächst über ihr Sparziel, die geplante Anlagedauer und ihre persönliche Risikoakzeptanz klar werden, bevor sie sich für eine Anlage entscheiden. Denn die verschiedenen Sparmöglichkeiten unterscheiden sich hinsichtlich Sicherheit, Liquidität und Rendite. Wer beispielsweise langfristig denkt und Wertschwankungen verkraftet, kann in Aktienfonds investieren. Sparer, die dagegen risikoscheuer sind, benötigen wertstabilere Anlagen.

Die zweite Regel betrifft die Anlagedauer. Wer früh anfängt zu sparen, kann mithilfe des Zinseszinseffektes einen soliden Kapitalstock aufbauen. Neben dem Zeitfaktor ist auch die Höhe der Rendite für den Anlageerfolg entscheidend. Kleine Unterschiede wirken auch hier über längere Laufzeiten enorm. Jüngere Sparer haben mehr Zeit, das Geld am Aktienmarkt für sich arbeiten zu lassen. Zwischenzeitliche Rückschläge können sie besser aussitzen als etwa Rentner, die mit ihren Ersparnissen ihren Lebensabend gestalten wollen.

Die dritte Regel, die Anleger stets beachten sollten, ist: „Lege nicht alle Eier in einen Korb.“ Schon Wirtschaftsnobelpreisträger Harry M. Markowitz plädierte damit für eine breite Verteilung des Vermögens auf mehrere Anlageklassen oder Wertpapiere. Dabei hat sich in einem ersten Schritt die Faustformel ein Drittel Aktien, ein Drittel Anleihen und ein Drittel Immobilien bewährt. Welche Mischung es genau wird, hängt natürlich von den persönlichen Zielen und der eigenen Lebenssituation ab. Um seine Ersparnisse wirkungsvoll zu schützen, sollten Sparer außerdem nicht nur auf eine Region, z.B. Deutschland, setzen, sondern ihr Geld idealerweise weltweit über verschiedene Anlageklassen investieren.

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