Hausverkauf: Nicht zu lange warten

Von Gastautor Thomas Hünicke

Wer zu lange mit dem Hausverkauf wartet, kann in einigen Jahren Schwierigkeiten bekommen. Sowohl mit dem Wunschpreis als auch mit der Vermarktung an sich. Aktuell sind die Aussichten günstig. Die niedrigen Zinsen sollten niemanden davon abhalten.

Hausverkauf-PrivatThomas Hünicke: Geschäftsführender Gesellschafter der WBS Hünicke Vermögensverwaltung GmbH in Düsseldorf (Foto: Privat).

Trotz der hohen zu erzielenden Preise scheuen sich viele Eigentümer, ihre Immobilie zu verkaufen. Sie wollen kein Geld erlösen, das sie entweder nur zu äußerst niedrigen Zinsen oder mit einem gewissen Risiko rentierlich anlegen können. Sie wollen lieber warten, bis sich die Zinssituation erholt hat. Und so halten diese Menschen beispielsweise ein Objekt im Bestand, das sie eigentlich schon länger zu verkaufen gedachten.

Dieses Vorgehen kann aber zu einem Bumerang werden, und das aus zwei Gründen. Wer seine Immobilie(n) aus Gründen der späteren Geldanlage zurückhält, wird bei einer Zinswende Schwierigkeiten bekommen, einen mit der heutigen Situation vergleichbaren Kaufpreis zu erlösen. Denn er wird nicht der einzige sein, der dann verkaufen will – die Konsequenz ist dann die typische marktwirtschaftliche Folge, dass ein steigendes Angebot zu tendenziell weniger Nachfrage und damit zu niedrigeren Preisen führt.

Zugleich wird sich die Finanzierungssituation für viele potenzielle Käufer verkomplizieren. Steigende Zinsen führen zwangsläufig zu höheren Kosten, und die Banken werden die Vergabe von Krediten etwas kritischer bewerten, als dies aktuell der Fall ist. Die Folge: Mehr Objekte werden weniger Kunden angeboten. Deshalb ist es für Eigentümer ratsam, auch bei niedrigen Zinsen über einen Verkauf nachzudenken.

 

Die Hypothekenzinsen im Zeitraffer

(Effektivzins aktuell und in der Vergangenheit am gleichen Tag)

 

17. Oktober 2016 5 Jahre

fest

10 Jahre fest 15 Jahre fest
Aktuell 0,90% 1,06% 1,48%
Vor sechs Monaten 1,04% 1,31% 1,74%
Vor einem Jahr 1,22% 1,62% 2,11%
Vor fünf Jahren 2,77% 3,22% 3,67%
Vor zehn Jahren 4,36% 4,45% 4,68%
 

Quelle: FMH-Finanzberatung (www.fmh.de)

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