Home Bias: Die Liebe zu inländischen Aktien

„Was der Anleger nicht kennt, das kauft er nicht“ – so findet ein altes Sprichwort seine Entsprechung in meinem Investmentclub. Die Mehrzahl der Aktien, die sich in den Wertpapierdepots deutscher Anleger befinden, stammen von inländischen Unternehmen, erläutert das Deutsche Aktieninstitut (DAI).

Oskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Foto: Privat).

Die besondere Präferenz für heimische Anlagen – auch Home Bias genannt – ist übrigens keine deutsche Spezialität, sondern weltweit zu beobachten. Dafür gibt es gute Gründe: Bei einem Investment ist nämlich das Vertrauen in die Solidität des Unternehmen von hoher Bedeutung.

Bessere Information möglich

Handelt es sich um ein inländisches Unternehmen, sind Informationen schon auf Grund der Sprache leichter zu beschaffen und zu verstehen. Die intensivere Medienberichterstattung vor Ort tut ein Übriges. Außerdem unterliegen inländische Anlagen keinem Währungsrisiko.

Aus der Portfolio-Theorie sind jedoch auch die Nachteile einer freiwilligen Selbstbeschränkung auf den Heimatmarkt bekannt: Wer auf die breitere Streuung seines Aktiendepots durch Einbeziehung ausländischer Anlagen verzichtet, muss mit einem höheren Anlagerisiko leben und lässt sich zusätzliche Renditechancen entgehen.

International breit streuen

Eine breitere internationale Streuung ist dem deutschen Anleger also anzuraten, sagt das DAI. Außerhalb des Euroraumes sei dabei jedoch die Absicherung gegen Währungsrisiken wichtig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spam-Schutz (Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe). *