HUK: 12 Mio. Kunden wollen Geld sparen

Die HUK-Coburg Versicherungsgruppe schließt als größter Autoversicherer das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich ab. Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann: „Unter dem Strich können wir mit dem Neugeschäft, der Bestands- und der Ergebnisentwicklung sehr zufrieden sein.“

Pressekonferenz: Neuer Telematik-Tarif ist der Stolz des HUK-Vorstands (Foto: Metzger).

Erneut konnte die HUK-Coburg mit über 12 Mio. Kunden Marktanteilsgewinne verbuchen. Heitmann weiter: „Das Jahr 2018 verlief rundum positiv für unser Unternehmen. Wie im Vorjahr haben wir zum Teil sogar unsere eigenen Ziele übertroffen.“

Während der Versicherungsmarkt 2018 um 2,1 % zulegte, stiegen die gebuchten Bruttobeiträge des HUK-Coburg-Konzerns mit seinen über 10.000 Mitarbeitern um 4,2 % auf 7,7 (Vorjahr: 7,4) Mrd. Euro. Die Leistungen an Kunden (brutto) erreichten wie im Vorjahr 7,0 Mrd. Euro.

Nettoversicherung sank auf 2,1 %

Durch eine erneut niedrigere Schaden-/Kostenquote in der Autoversicherung verbesserte sich die Schaden-/Kostenquote des Konzerns insgesamt um 1,8 Prozentpunkte auf 90,7 %. Das Kapitalanlagenergebnis sank im Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 29,6 % auf 683,4 (970,6) Mio. Euro.

Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen betrug 2,1 (3,1) %. Sowohl das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 565 (513) Mio. Euro als auch der Jahresüberschuss nach Steuern von rund 341 (358) Mio. Euro lagen auf einem hohen Niveau.

Über 1,3 Mo. neu versicherte Autos

In der Kfz-Versicherung, der wichtigsten Sparte des Konzerns, stiegen die Bruttobeitragseinnahmen um 4,7 % auf 4,1 (3,9) Mrd. Euro. Mit über 1,3 (1,4) Mio. neu versicherten Fahrzeugen lag das Kfz-Neugeschäft zum zehnten Mal in Folge bei über einer Million. Der Bestand wuchs um 2,7 % auf 12,0 (11,7) Mio. versicherte Fahrzeuge.

Für Kfz-Schäden der Kunden und Anspruchsteller bezahlte die Gruppe 3,4 (3,3) Mrd. Euro. Der Schadenverlauf war insgesamt von rückläufigen Personenschäden geprägt. Zudem blieb die Elementarschadenbelastung insgesamt niedrig. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote (brutto) verbesserte sich auf 93,7 (96,0) %.

Neue Produkte kamen gut an

Der Konzern konnte die Beitragssumme des Neugeschäfts um 4,8 % auf 1,36 (1,30) Mrd. Euro steigern, während der Markt ein Plus von 4,0 % erzielte. Dies ist ein Beleg, dass die 2017 neu eingeführten Produkte (Berufsunfähigkeitsversicherung, Existenzschutzversicherung, Start-Policen für junge Leute unter 30 und eine optimierte Private-Rente) gut beim Kunden ankommen.

Im Laufe des Geschäftsjahres hat der Konzern noch ein neues, renditeorientiertes Lebensversicherungsprodukt, die Premium Rente, an den Start gebracht, eine von Kunden gut nachgefragte Kombination aus Transparenz, Flexibilität und Fairness. Insgesamt ging die Zahl der Verträge in der Lebensversicherung leicht um 1,2 % auf 877 (887) Tsd. zurück. Ursächlich dafür waren erneut sehr viele reguläre Abläufe bei kapitalbildenden Versicherungen.

Guter Ausblick 2019

In der Autoversicherung hat die Gruppe mit ihren  traditionell preisgünstigen Angeboten durch gute Ergebnisse im Jahreswechselgeschäft die Basis für ein erfolgversprechendes Jahr 2019 gelegt. Die ersten drei Monate 2019 verliefen positiv. Sowohl in der Kraftfahrtversicherung als auch in den Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherungen herrschte lebhafte Nachfrage.

Einen weiterhin positiven Einfluss erwartet man in der Lebensversicherung durch die neuen Produkte. Auch in der Krankenversicherung plant man erneut einen deutlichen Bestandszuwachs.

Telematik-Nachlass bis 30 %

Nach den positiven Erfahrungen mit dem Telematik-Produkt für junge Fahrer hat man als einer der ersten Versicherer in Deutschland ein Telematik-Produkt für alle Altersgruppen auf den Markt gebracht. Es bietet einen Beitragsnachlass bis zu 30 %.

Heitmann: „Unsere Erwartungen bei Smart Driver wurden absolut übertroffen: Am Ende haben sich 75.000 Kunden für das Produkt entschieden. Und dabei war es gerade mal auf junge Fahrer begrenzt. Wir sind davon überzeugt, dass Telematik-Produkte in Deutschland an Bedeutung deutlich zunehmen.“

Ein „elektronischer Beifahrer“

Heitmann verspricht sich neben einer risikogerechteren Tarifierung insbesondere positive Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit. Er erwartet, dass Autofahrer mit einem „elektronischen Beifahrer“ besser fahren und weniger Schäden verursachen.

Aber auch Versicherungsunternehmen profitieren nach Ansicht Heitmanns von dieser Technik. Telematik versetze Versicherer in die Lage, den Umgang mit Big Data und künstlicher Intelligenz zu lernen. Zudem ließen sich auch Kundenkontakte steigern.

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