Hundehaftpflicht: Ab 49 Euro ist man dabei

Der Labrador ist der beliebteste Hund der Check24-Kunden. Im vergangenen Jahr schlossen 10,8 % der Verbraucher über das Vergleichsportal eine Hundehaftpflichtversicherung für diese Hunderasse ab.

Hundehaftpflicht-Ab-Check24Labrador: Er ist jedermanns Favorit beim Versicherungsabschluss (Grafik: Check24).

Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Französische Bulldogge (6,2 %) und der Chihuahua (4,9 %). Männer versichern häufiger als Frauen größere Hunderassen, z.B. den Golden Retriever und den Deutschen Schäferhund. Weibliche Hundehalter mögen dagegen Chihuahua, Mops und Havaneser.

Jüngere lieben Möpse

Hundehalter zwischen 18 Jahre und 29 Jahre versichern überdurchschnittlich häufig einen Mops oder Siberian Huskey. Bei älteren Hundebesitzern ab 55 Jahre schafft es der Deutsche Schäferhund auf Platz zwei. In der Top Fünf dieser Altersgruppe sind gleich zwei Terrier vertreten: Jack Russell Terrier (4,1 %) und Yorkshire Terrier (3,9 %). Während im Osten Deutschlands der Deutsche Schäferhund in den Top Fünf landet, entscheiden sich Hundehalter aus dem Westen häufiger für den Australian Shepherd.

Hundehalter haften für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die ihr Tier verursacht. In sechs Bundesländern besteht deshalb eine Versicherungspflicht für alle Hunderassen, in weiteren acht für als gefährlich eingestufte Hunde.

Einen leistungsstarken Tarif mit einer Deckungssumme von 5 Mio. Euro ohne Selbstbeteiligung erhalten Hundebesitzer laut Check24 bereits ab 49 Euro jährlich.

Vor Dobermännern gerettet

Wenn Hunde Schäden anrichten, kann es teuer werden, auch wenn der Hund sein Opfer gar nicht erst zu fassen bekommt: Einige 1.000 Euro Reparaturkosten musste die Besitzerin zweier Dobermänner zahlen, nachdem ein Passant sich nur durch den beherzten Sprung auf ein Autodach vor den beiden Hunden in Sicherheit bringen konnte (Amtsgericht Frankfurt/Main, Az. 32 C 2314/99-48). Diese Kosten sind im Gegensatz zu Schäden durch Kleintiere wie Meerschweinchen oder Katzen nicht über die private Haftpflichtversicherung gedeckt. Hundebesitzer sollten daher unbedingt eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen, rät die Stiftung Warentest.

Wer einen Hund hat, braucht also eine Extra-Versicherung. Wenn der Liebling den Nachbarn beißt, vor ein Fahrrad oder ein Auto rennt, kann es schnell sehr teuer werden.

Ein Autofahrer muss nicht damit rechnen, dass sich ein angeleinter Hund plötzlich losreißt und auf die Straße läuft. Das hat das Landgericht Coburg entschieden und einer Autofahrerin recht gegeben (Az. 22 O 283/07). Den Schaden muss nun der Haftpflichtversicherer des Hundehalters tragen und der des Mädchens, das den Hund ausgeführt hat.

Die Frau überholte gerade ein Fahrzeug, als der Fahrer des zweiten Wagens nach links ausscherte: Er wollte einem Hund ausweichen. Das angeleinte Tier hatte sich losgerissen und lief in Richtung Straße. Durch das Ausweichmanöver stießen die Autos zusammen. Den Schaden in Höhe von 5.000 Euro wollten die Haftpflichtversicherer nicht bezahlen. Die Autofahrerin habe angesichts des Hundes nicht überholen dürfen. Die Richter sahen das anders: Beide Fahrer hätten richtig gehandelt, da der Hund vorher ordnungsgemäß angeleint abseits der Fahrbahn geführt worden sei, berichtet die Stiftung Warentest.

Dieser Beitrag wurde unter Verbraucher abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Spam-Schutz (Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe). *

Beitrag verschicken Beitrag verschicken Beitrag drucken Beitrag drucken