Indexfonds: Oft besser als mit Management

Eine Anlagemöglichkeit feiert in meinem Anlegerclub immer größere Erfolge: Die Indexfonds. Bei diesen Fonds unternimmt das Management gar nicht erst den – ohnehin selten erfolgreichen – Versuch, durch gezielte Auswahl aussichtsreicher Aktien eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen. Vielmehr wird das Fondsvermögen von vornherein in einem Portfolio angelegt, das in seiner Zusammensetzung dem Aktienkorb eines führenden Börsenindex entspricht, beispielsweise dem DAX oder Euro-Stoxx.

Oskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Karikatur: Bubec).

Das garantiert nicht nur optimale Risikostreuung, heißt es in einer Fachinformation der Verbraucherzentrale. Vielmehr erzielt der Indexfonds auch Monat für Monat annähernd dieselbe Performance wie sein Indexvorbild und erreicht mit dieser passiven Strategie oft bessere Erträge als die meisten aktiv gemanagten Konkurrenten.

Das ist auch leicht nachzuvollziehen. Denn bei einem Indexfonds ist der Anleger nur dem Auf und Ab der Börse unmittelbar ausgesetzt. Die Risiken, die durch die Tätigkeit des Managements entstehen können, z.B. falsche Titelauswahl oder falsches Timing, sind dagegen ausgeschaltet.

Kein Schutz vor Verlusten

Gerade in langfristig aufwärts gerichteten Marktphasen sind Indexfonds deshalb oft die bessere Wahl. Das Risiko, im immer dichter werdenden Fondsdschungel eine Niete zu ziehen, ist bei Indexfonds weitgehend ausgeschaltet.

Anders sieht es bei anhaltender Börsenflaute oder gar in einem Crash aus: Dann bietet dieser Fondstyp keinen Schutz vor Verlusten, weil er sich nicht vom Markttrend lösen kann. In solchen Zeiten können aktiv gemangte Fonds deshalb unter Umständen bessere Erträge erwirtschaften.

Ersparnis bei Spesen

Der Verzicht auf aktives Fondsmanagement und aufwendiges Aktienresearch zahlt sich auch bei den Fondskosten aus. Aktiv geführte Fonds schichten ihre Depotbestände häufig um und schmälern ihre Kursgewinne um die An- und Verkaufsspesen. Bei Indexfonds fallenTransaktionskosten dagegen nur an, wenn das Portefeuille an das Börsenbarometer angepasst werden muss.

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