Inflation: Übel für Sparer und Rentner

Inflation (lat. inflare = aufblähen) ist, wie es in meinem Anlegerclub heißt, der Begriff für geldliche Ausweitungsprozesse. Man bezeichnet damit eine Lage, in der die gesamte kaufkräftige Nachfrage nach Gütern und Diensten in einer Volkswirtschaft größer ist als das gesamte Angebot, das heißt eine Vermehrung der Geldmenge über den volkswirtschaftlichen Geldbedarf hinaus.

metzger-bubecOskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Karikatur: Bubec).

Die großen Inflationen der Jahre 1919 bis 1923 und 1938 bis 1948 waren eng mit der Rüstungs- und Kriegswirtschaft verknüpft und durch übermäßige Staatsausgaben verursacht. Die Zeichen der Inflation sind steigende Preise und – falls diese durch staatliche Maßnahmen gestoppt werden – die Bildung eines schwarzen Marktes.

Flucht in Sachwerte

Häufige Begleiterscheinungen sind Überbeschäftigung der Wirtschaft, geringere Ausfuhren und steigende Einfuhren, Erhöhung der Geldumlaufgeschwindigkeit, rasch aufeinander folgende Lohnerhöhungen und Flucht der Verbraucher in Sachwerte.

Durch die Inflation werden die Gläubiger von Geldforderungen – vor allem die Sparer und Rentner – benachteiligt, während der Kreditnehmer seine Schuld mit entwertetem Geld zurückbezahlen kann und der Sachwertbesitzer seine Vermögenswerte behält oder gar verbessert.

2 % noch keine Gefahr

Jede Inflation stellt darum ein Unrecht dar, auch die schleichende, die pro Jahr nur eine Geldentwertung von wenigen Prozent mit sich bringt. Nach allgemeinem Konsens geht von einer Geldwertminderung von bis zu 2 % jährlich jedoch keine Gefahr für die Geldwertstabilität aus.

Dieser Beitrag wurde unter Sparen abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Spam-Schutz (Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe). *

Beitrag verschicken Beitrag verschicken Beitrag drucken Beitrag drucken