Inventur: Zum Jahresbeginn unverzichtbar

In meinem Anlegerclub hat der Referent auf folgendes hingewiesen: Bevor Sparer einen Sparvertrag unterschreiben, sollten sie sich Gedanken zur benötigten Summe und monatlichen Sparrate machen. Wie hoch sollte die Rate sein, damit die Sparbemühungen nachhaltig sind, der Sparer sich jedoch nicht finanziell überfordert? Und wie viel Kapital soll eigentlich aufgebaut werden? Um sich einen Überblick über die eigene Vermögenssituation zu verschaffen, hilft eine grobe Ein- und Ausgabenrechnung und eine kleine Vermögensinventur.

Inventur-BankenverbandÜberblick über die Vermögenssituation: Nicht nur Bares zählt (Foto: Bankenverband).

Die Einnahmen- und Ausgabenrechnung ist simpel: Dazu sollten Sparer ihre größten Ausgabenposten auflisten. Hierzu zählen neben der Miete und den Rechnungen für Strom, Heizung und Telefon und Unterhaltung auch die Kosten für Nahrung, Auto, Bahn, sämtliche Versicherungsbeiträge und laufende Kreditraten.

Die verfügbaren Mittel

Zieht man die Summe der Ausgaben vom monatlichen Einkommen ab, erhält man die verfügbaren Mittel. Daraus gilt es, zunächst die Schulden, wie etwa Konsumentenkredite, zu tilgen.

Außerdem sollte generell eine Reserve von rund drei Monatsgehältern für Notfälle bereitgehalten werden. Erst danach kann aus der Restsumme die Höhe des monatlichen Sparbetrags abgeleitet werden.

Nicht zu stark einschränken

Als Faustregel gilt: Zu starke Einschränkungen demotivieren auf Dauer und können das ganze „Projekt“ zum Scheitern bringen. Daher ist es ratsam, per Dauerauftrag lieber eine kleinere Summe als eigentlich verfügbar zur Seite zu legen und diese etwa bei einer Gehaltserhöhung entsprechend zu erhöhen.

Wer privat für das Alter vorsorgen will, kann das auch langfristig nicht nur mit einem Sparvertrag, sondern beispielsweise auch mit kleinen Beträgen regelmäßig in Aktien- oder Mischfonds.

Der generelle Vermögensstand

Die Vermögensinventur geht einen Schritt weiter: Sie ermöglicht einen Überblick über den generellen Vermögensstand. Als Vermögenswerte gelten Gelder auf Giro- und Sparkonten, Wertpapiere wie Aktien, Anleihen und Investmentfonds.

Daneben Bausparverträge und Versicherungen, also private Lebens- und Rentenversicherungen. Bei letzterem gilt der Rückkaufswert.

Enttäuschungen vermeiden

Auch Grundvermögen wie Eigentumswohnungen, das eigene Haus, Ferienwohnungen und Grundstücke sind Vermögen. Hier sollte jeweils der Verkehrswert und nicht der Marktwert angesetzt werden, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden.

Weiteres Vermögen können Kunst, eine Briefmarkensammlung, ein Weinkeller oder teure und antike Möbelstücke sein. Nach Abzug der Schulden und laufenden Verbindlichkeiten ergibt sich der aktuelle Vermögensstand. Der ist, wie mir immer wieder bewusst wird, wegen der Minizinsen nicht so gut, wie er sein könnte.

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