Junge Haushalte: Probleme beim Immobilienkauf

Die Bauzinsen liegen auf einem historisch niedrigen Niveau, die Nachfrage nach Wohnraum hält weiter an – und dennoch verharrt die Wohneigentumsquote in Deutschland bei 45 %. Dies stellte das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in einer Studie im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall fest. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit auf dem vorletzten Rang – nur in der Schweiz leben weniger Menschen im Wohneigentum.

Deutschland: International fast Schlusslicht beim Wohneigentum (Grafik: Bausparkasse Schwäbisch Hall).

Besonders auffällig ist, dass immer weniger junge Haushalte Wohneigentum erwerben, während die Quote bei den Älteren steigt. So wohnten von den 25-Jährigen bis 34-Jährigen 2017 nur 12 % und von den 35-Jährigen bis 44-Jährigen lediglich 38 % in den eigenen vier Wänden – ein Rückgang von je fünf Prozentpunkten im Vergleich zu 2010. Dagegen stieg in der Gruppe der 65-Jährigen bis 74-Jährigen die Wohneigentumsquote im selben Zeitraum an – 58 % der Haushalte wohnt im Eigentum (plus zwei Prozentpunkte seit 2010).

„Die Studie zeigt, dass vor allem jüngere Haushalte zunehmend von der Wohneigentumsbildung ausgeschlossen sind“, sagt Reinhard Klein, Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Schwäbisch Hall. „Dabei wäre Wohneigentum angesichts der Probleme in der gesetzlichen und betrieblichen Rente und fehlender alternativer Anlagen gerade für junge Menschen die ideale Form der Altersvorsorge.“

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