Kaufnebenkosten: Wie man sie senkt

Deutschland liegt bei der Wohneigentumsquote im europäischen Vergleich immer noch auf einem Abstiegsplatz. Ein wichtiger Grund dafür: Die Nebenkosten beim Immobilienerwerb sind hierzulande so hoch, dass sie für viele das Haupthindernis auf dem Weg in die eigenen vier Wände sind. Baufinanzierungsexperte Ralf Oberländer von der Bausparkasse Schwäbisch Hall zeigt, wie Bauwillige diese Eigenkapitalhürde dennoch meistern können.

Durchblick: Spartricks der Profis (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall).

Auf Maklergebühren achten: In der Praxis orientieren sich Makler an der in ihrer Region marktüblichen Courtage, die in den meisten Bundesländern bei 7,14 % des Kaufpreises liegt. Die Provision wird in der Regel zu gleichen Teilen von Käufer und Verkäufer geteilt, nicht so allerdings in Brandenburg und Hessen sowie in Berlin, Hamburg und Bremen: Hier muss der Käufer allein für die Leistungen des Maklers aufkommen.

Maklerprovision nicht in Kaufvertrag aufnehmen: Für die Notargebühren sowie den vom Notar erledigten Grundbucheintrag muss man 1,5 % der Kaufsumme einkalkulieren. Tipp Oberländer: „Lassen Sie sich eingehend beraten, inwieweit man die Maklerprovision beim Kaufvertrag außen vorlassen kann.“

Immobilie und Inventar trennen: Wer eine Gebrauchtimmobilie mit Einbauküche oder einer Saunaanlage im Keller erwirbt, sollte den Preis fürs Inventar im notariellen Kaufvertrag getrennt ausweisen. Das Finanzamt berechnet die Grunderwerbsteuer nämlich ausschließlich aus dem Kaufpreis des Hauses oder der Wohnung.

Grundstück vor Bauvertrag: Wer Baugrund erwirbt, um darauf ein Eigenheim zu errichten, muss im Prinzip die Grunderwerbsteuer nur für den Kaufpreis des unbebauten Grundstücks entrichten. Tipp Oberländer: „Bauherren, die Steuern sparen wollen, sollten also unbedingt zunächst das Grundstück erwerben und erst danach mit einer Baufirma, die mit dem vorherigen Grundstückseigentümer weder identisch noch nachweislich geschäftlich verflochten ist, den Bauvertrag abschließen.“

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