Kfz-Unfälle: Weniger, aber teurer

„Für Deutschlands großen Karambolage-Atlas werten unsere Datenanalytiker alle zwei Jahre die Schadenentwicklung der Kunden aus. Für diese Studie konnten wir mehr als 270.000 Kfz-Schäden bis in die Tiefe analysieren und daraus ein repräsentatives Abbild für Deutschland entwickeln“, sagt Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG.

Giovanni Liverani: Mit dem Karambolage-Atlas die Kundensicherheit erhöhen (Foto: Generali).

Dieser Karambolage-Atlas 2020 macht deutlich, dass es trotz neuer Assistenzsysteme zur Erhöhung der Sicherheit weiterhin häufig im Straßenverkehr kracht. 2019 hatte jeder elfte Fahrzeughalter einen Kfz-Schaden (Schadenhäufigkeit von 9,1 Schäden pro 100 Fahrzeughalter). Die durchschnittlichen Schadenkosten in Deutschland liegen bei rund 2.350 Euro. Zum Vergleich: 2017 war zwar noch jeder Neunte betroffen (Schadenhäufigkeit von 11,7 Schäden pro 100 Fahrzeughaltern), die Schadenshöhe war mit 2.300 Euro im Schnitt etwas geringer.

„Es sind immer mehr Autos mit Assistenzsystemen und technischen Hilfsmitteln auf unseren Straßen unterwegs. Entsprechend werden viele der kleineren Unfälle, beispielsweise beim Ein- und Ausparken, verhindert. Entsteht dann aber doch ein Schaden, sorgen die Reparaturen der teuren Hilfsvorrichtungen für höhere Kosten“, sagt Roland Stoffels, im Vorstand der Generali Deutschland AG für Kfz- und Sachversicherungen verantwortlich.

Mehr als jeder dritte Schaden ist ein Haftpflichtsachschaden (34,8 %). Rund ein Viertel aller registrierten Schäden (rund 28 %) machen verbautes Glas und Scheinwerfer in und an den Fahrzeugen aus. „Glasschäden konnten vor einigen Jahren noch relativ günstig repariert werden. Heute müssen Frontscheiben meist komplett ausgetauscht werden. Damit verbunden ist oft eine teure und erneute Einrichtung der verschiedenen modernen Assistenzsysteme“, so Roland Stoffels.

Aus den über 270.000 ausgewerteten Schäden der Generali geht hervor, dass Fahrzeuge der Premiummarken offenbar besonders gefährdet sind: Gegenüber dem Durchschnitt von 9,1 Schäden pro Fahrzeughalter verzeichnen BMW-Fahrer eine Schadenhäufigkeit von 14,4 %. Dahinter rangieren auf Platz 2 mit einer Häufigkeit von 14,1 % Halter der Marke Audi, die dieses Mal die Mercedes-Fahrer hinter sich gelassen haben. Betrachtet man jedoch nur die Haftpflichtschäden, liegt Mercedes mit 4,5 % weiterhin vor Audi. Auf dem letzten Platz der zehn betrachteten Automarken liegt Skoda. Mit einer Schadenhäufigkeit von 4,0 % sind diese Autofahrer scheinbar vorsichtiger im Straßenverkehr unterwegs.

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