Köder: Aus der Bloggerwerkstatt

In meinem privaten Bloggerclub wird heftig über Clickbaiting diskutiert. Damit wird ein Prozess bezeichnet, Inhalte im World Wide Web mit einem „Clickbait“ (deutsch etwa „Klickköder“) anzupreisen. Clickbaits dienen für Profis dem Zweck, höhere Zugriffszahlen zu erzielen.

metzger-bubecOskar H. Metzger: Neues aus meinem Bloggerclub (Karikatur: Bubec).

Ein Clickbait besteht in der Regel aus einer reißerischen Überschrift, die eine so genannte Neugierlücke lässt. Sie teilt dem Leser gerade genügend Informationen mit, um ihn neugierig zu machen, aber nicht ausreichend, um diese Neugier auch zu befriedigen.

Tiere sind beliebte Themen

Die hinter einem Clickbait liegenden Artikel sind üblicherweise gut mit Einrichtungen zum schnellen Teilen in sozialen Netzwerken ausgestattet, was die Zugriffszahlen erhöht. Hinter vielen Links befinden sich Videos, Bildstrecken oder Listicles.

Themen, die die Gefühle des Lesers wecken, wie etwa Tiere oder Babys, sind für Clickbaiting besonders beliebt. Die Geschichten, die mit Clickbait-Überschiften versehen werden, sind oftmals weit weniger spektakulär als die Überschrift verspricht.

Die Boulevardpresse als Vorbild

Zu den Vorreitern des Clickbaiting gehören etwa BuzzFeed, die Huffington Post und das Online-Magazin heftig.co. Auch Medien wie die Fernsehsendung heute oder focus arbeiteten schon mit Clickbait-Überschriften.

Clickbaiting löst also starke Emotionen aus und nutzt psychologische Effekte, um mit der Überschrift zum Social-Share zu bewegen. Das Grundprinzip ist nicht im Internet erfunden worden. Es ist bereits aus der Boulevardpresse bekannt.

Oft irreführend und ärgerlich

Mit dem Köder will man den Nutzer an die Angel bekommen. Er soll auf den Beitrag klicken und ihn im besten Falle anschließend über Social-Media weiter verteilen. Clickbait ist nach Aussage von Profis zwar nichts Böses, aber oftmals irreführend und ärgerlich.

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