Krankmacher: Die Vier wichtigen Punkte

Wohnen kann krankmachen. Versteckte Gefahren in Baustoffen und Möbeln, schlechte Raumluft oder Schimmelbefall können auch gesunde Menschen dauerhaft beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zum Umzug veranlassen, warnt Architekt Sven Haustein von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Schimmelhemmend: Die klassische Raufasertapete mit dem richtigen Anstrich (Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall).

1. Über die Atemluft gelangen Schadstoffe direkt in den Körper. Minderwertige Baumaterialien können so zu einer direkten Gefahr werden, wenn sie schädliche Stoffe wie Formaldehyd oder Weichmacher in die Luft abgeben. „Nicht alle Schadstoffe kann man riechen. Wenn sich aber zu einem seltsamen Geruch im Raum gesundheitliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Probleme mit den Atemwegen gesellen, sollte man hellhörig werden“, rät Haustein.

2.Menschen verbringen 80 % bis 90 % ihres Lebens in geschlossenen Räumen. Gleichzeitig werden Häuser heutzutage immer luftdichter, um Heizkosten zu sparen. Schadstoffe können sich dadurch verstärkt in der Raumluft sammeln. Die Verwendung gesunder Materialien wird so noch wichtiger. Abhilfe gegen die unsichtbaren Gifte in der Luft schafft regelmäßiges Stoßlüften. Eine hochwertige Lüftungsanlage übernimmt dies sogar automatisch.

3.Natürliche Materialien wirken sich positiv auf das Raumklima aus. Daher sollte Linoleum, Kork oder Echtholzparkett als Basismaterial beim Bodenbelag Laminat und PVC immer vorgezogen werden. Bei Putz, Tapeten und Farben kommt es auf einen wirksamen Feuchtigkeitsausgleich an: So sollte bei der beliebten Raufasertapete darauf geachtet werden, dass sie kein Polyethylen enthält. Bei der Auswahl der Möbel gilt: Echtholz ist Trumpf. Massivholzmöbel weisen meist weniger Schadstoffe auf als Schichtstoffplatten. Auch bei der Dämmung gibt es natürliche Alternativen: Holzfaser, Hanf, Flachs oder Seegras regulieren die Feuchtigkeit und sorgen überdies für eine angenehme Wohnatmosphäre.

4.Zwar haben Naturprodukte einen höheren Preis, sie machen sich aber gleich doppelt bezahlt. „Baustoffe aus natürlichen Materialien sind nicht nur gesünder, sondern auch langlebiger“, weiß Haustein. Bauherren sollten die Kosten für hochwertiges Material in der Innenausstattung von Beginn an einplanen.

 

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