Leerverkauf: Mit Spekulation Geld verdienen

Eine Sache verkaufen, die man gar nicht sein Eigen nennt? Was in meinem Anlegerclub undenkbar erscheint, ist an der Börse gang und gäbe.

Leerverkauf-Deutsche BörseNeues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Und so funktioniert es nach Aussage der Stiftung Warentest: Der Kunde leiht sich gegen Gebühr von seiner Bank Aktien und verkauft sie umgehend. Weil ihm die Aktien gar nicht gehören, wird dieser Teil des Geschäfts Leerverkauf genannt – im angelsächsischen Raum Shortselling.

Zu niedrigem Kurs zurückkaufen

Der Leerverkäufer spekuliert darauf, die Aktien zu niedrigeren Kursen zurückkaufen zu können, ehe er sie der Bank zurückgeben muss. Geht sein Kalkül auf, steckt er den Differenzbetrag zwischen Verkaufs- und Kaufpreis als Gewinn in die eigene Tasche.

Leerverkäufe gehören für Fondsmanager zum normalen Handwerkszeug und sind z.B. für so genannte Hedgefonds, die oft verschiedenste Anlagekonzepte kombinieren, unentbehrlich. Sie fangen mit Leerverkäufen z.B. die Verluste auf, die sie bei Kurseinbrüchen mit andere Geschäften machen.

Aktien gegen Gebühr verleihen

Nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen oder Fondsgesellschaften verleihen Aktien gegen Gebühr. Sie können auf diese Weise mit den Papieren, die sie ohnehin im Depot haben, zusätzliches Geld verdienen.

In normalen Zeiten sind Leerverkäufer auch durchaus gern gesehen. Schließlich sorgen sie für zusätzliche Umsätze – und eine rege Handelstätigkeit ist nun einmal das Lebenselixier der Börse.

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