Megatrend: „Grüne Anlagen“ sehr beliebt

Nicht nur das gute Gefühl spricht für grüne Investments – auch die Gewinnaussichten sind vielversprechend. Doch Vorsicht: Es gibt keine Garantie, dass vermeintliche Trend-Branchen tatsächlich so erfolgreich sind, wie sie heute gehandelt werden.

Stromerzeugung: Mit Photovoltaik vielerorts gefördert (Foto: 1589 Postbank/© ridofranz).

Knapp jeder zweite Deutsche (44 %) bezeichnet die soziale und ökologische Nachhaltigkeit als wichtigen Aspekt einer Geldanlage, so das Ergebnis einer aktuellen Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank. Nur jedem Fünften (21 %) ist es unwichtig, ob Geld nachhaltig angelegt ist; jedem Dritten (35 %) ist es egal.

„Immer mehr Menschen wollen nicht von Unternehmen profitieren, die ihre Gewinne auf Kosten von Mensch und Umwelt erwirtschaften“, sagt Karsten Rusch von der Postbank. Und auch seitens der Politik ist die nachhaltige Geldanlage erwünscht: „Laut EU-Gesetz müssen Finanzberater ihre Kunden zukünftig auf nachhaltige Investments hinweisen und dazu beraten. So sollen noch mehr Gelder in grüne und sozialverträgliche Branchen fließen.“

„Immer mehr Investmentfonds und ETFs greifen das Thema Nachhaltigkeit auf“, erklärt der Experte. Diese Fonds wählen Anlagegegenstände nach so genannten ESG-Kriterien aus. Das Kürzel ESG steht für die englischen Begriffe von „Umwelt“, „Soziales“ und „Unternehmensführung“. Ein guter Einstieg ist die Investition in einen sehr breit gestreuten Fonds. „Für risikobewusste Anleger kann zusätzlich ein so genannter Themen-Fonds interessant sein, der sich mit nachhaltigen Themen beschäftigt und entsprechende Einzeltitel auswählt“, sagt Karsten Rusch.

Themen-ETFs oder -Investmentfonds investieren gezielt in ein bestimmtes Segment, z.B. in Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien oder in so genannte Green Bonds – Anleihen, deren Emissionserlös zur anteiligen oder vollständigen Finanzierung grüner Projekte verwendet wird. Themen-Fonds werden derzeit sehr stark nachgefragt. „Bei Fonds, die einen thematischen Schwerpunkt haben, ist das Verlustrisiko, aber auch die Renditechance höher als bei einer Anlage, die branchenübergreifend investiert“, meint der Postbank Experte. „Anleger sollten sich bewusst sein: Je spezieller die thematische Ausrichtung, desto spekulativer ist die Investition. Ein Themen-Fonds eignet sich daher vor allem als Beimischung in einem breit aufgestellten Portfolio.“

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