Nebenkosten: Sie werden gerne übersehen

Mancher Berater macht Mitgliedern in meinem Anlegerclub ein Wertpapier schmackhaft, indem er eine Grafik mit attraktiven Kurssteigerungen vorlegt. Die Nebenkosten einer Anlage werden dabei jedoch gerne übersehen, obwohl ihr Einfluss auf die Gewinnerwartung erheblich sein kann.

Oskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Foto: Privat).

Denn beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren fallen neben dem aktuellen Preis des Wertpapiers verschiedene Nebenkosten an, beispielsweise Transaktionsgebühren und Provisionen. So stellen die Kreditinstitute in aller Regel ihren Kunden eigene Provisionen in Rechnung, die entweder einen festen Mindestbetrag oder eine vom Auftragswert abhängige Vergütung darstellen.

Klarheit verschaffen

Die Konditionengestaltung ist hierbei zwangsläufig unterschiedlich, da die Kreditinstitute untereinander im Wettbewerb stehen, heißt es in einer Fachinformation. Soweit in die Ausführung des Auftrags weitere – in- oder ausländische – Stellen eingeschaltet sind, werden auch deren Courtagen, Provisionen und Kosten weiterbelastet.

Neben diesen Gebühren, die unmittelbar mit dem Kauf eines Wertpapiers verbunden sind, müssen auch die Folgekosten (z.B. Depotentgelte) berücksichtigt werden. Daher sollte man sich vor Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers Klarheit über Art und Höhe aller eventuell anfallenden Kosten verschaffen.

Chancen sicher abschätzen

Nur so kann man seine Chancen, durch die Anlageentscheidung einen Gewinn zu erzielen, verlässlich einschätzen. Je höher die Kosten sind, desto später realisieren sich die erwarteten Gewinnchancen. Denn diese Kosten müssen erst abgedeckt sein, bevor sich ein Gewinn einstellen kann.

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