Partner: Verdienst ist oft Geheimsache

Längst nicht alle Paare sprechen offen über Geld. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage von Verivox und der Online-Partnervermittlung Parship. Selbst in einer festen Beziehung verrät ein Drittel der Befragten nicht, wie viel er oder sie verdient und mehr als die Hälfte redet nicht offen über das eigene Vermögen.

Oliver Maier: Kredite für höherwertige Konsumgüter sind völlig normal (Foto: Verivox).

Auf der anderen Seite teilt jeder Sechste auch hochsensible Informationen wie die Geheimnummer der Bankkarte mit der Partnerin oder dem Partner. Für die Umfrage wurden insgesamt 3.832 Männer und Frauen auf Partnersuche dazu befragt, wie offen sie in ihrer letzten langfristigen Beziehung über Finanzielles gesprochen haben.

Nur 66 % haben ihrem Partner verraten, wie viel sie verdienen. Ein Drittel behielt das lieber für sich. Noch diskreter sind die Menschen in Bezug auf ihr Vermögen. Mehr als die Hälfte (53 %) der Befragten lässt lieber im Dunkeln, wie viel Geld und Vermögenswerte sie insgesamt besitzen.

Hingegen reden 28 % der Befragten in der Beziehung über ihre bestehenden Kredite. Das spricht für eine ziemlich große Offenheit bei diesem Thema. Laut einer Studie des Bankenfachverbands haben insgesamt 35 % aller Deutschen laufende Konsumentenkredite. Offene Immobilienkredite gibt es laut Statistischem Bundesamt in etwa jedem vierten Haushalt. „Immobilien, aber auch höherpreisige Konsumgüter wie Autos oder Möbel mit einem Kredit zu finanzieren, ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher völlig normal und selbstverständlich. Darum haben sie auch wenig Scheu, in ihrer Partnerschaft offen darüber zu reden“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.

Doch wie gehen die Menschen mit ihren besonders schützenswerten Bankdaten um? Immerhin 16 % haben ihrer letzten Partnerin bzw. ihrem letzten Partner die Geheimnummer der eigenen Bank- oder Kreditkarte mitgeteilt, 12 % gaben die Login-Daten zum Onlinebanking ihres Girokontos preis. Beides spricht für großes Vertrauen, denn theoretisch ließe sich mit diesen Informationen das Konto leerräumen.

„Grundsätzlich sollte man hochsensible Daten wie die PIN der Bankkarte oder den Login zum Onlinebanking möglichst nicht weitergeben“, sagt Oliver Maier. „Wer es in einer Partnerschaft doch tut, sollte daran denken, die Zugangsdaten zum Konto wieder zu ändern, falls die Beziehung zerbricht.“ Dasselbe gilt für die Geheimnummer der Girocard oder Kreditkarte.

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