Pflegefall: Bundesbürger hoffen auf den Staat

Das Thema Pflege ist bei den Deutschen zwar präsent, bei der Deckung der Kosten vertraut die Mehrheit jedoch auf den Staat. Nur eine Minderheit hat sich privat abgesichert, obwohl fast allen klar ist, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen werden. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von forsa im Auftrag der Gothaer Versicherung.

Pflegefall-Bundesbürger-GothaerMichael Kurtenbach: Bundesbürger kennen das Pflegefall-Risiko (Foto: Gothaer).

Wer zahlt die Pflegekosten? Mit Abstand am häufigsten wird von den Befragten die gesetzliche Pflegeversicherung (80 %) genannt. 69 % glauben, dass die private Pflegeversicherung in einem solchen Fall herangezogen werden kann, 62 % nennen das eigene Vermögen und 61 % die Krankenversicherung.

Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass im Pflegefall das Sozialamt (55 %) oder die gesetzliche Rentenversicherung (52 %) für die Kosten der Pflege herangezogen werden können. Nur eine kleine Minderheit (7 %) der befragten Bundesbürger glaubt, dass im Pflegefall die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung in der Regel ausreichen, um alle entstehenden Kosten abzudecken.

Mit dem Thema kaum beschäftigt

32 % der befragten Bundesbürger geben an, neben der gesetzlichen auch eine private Pflegezusatzversicherung zu besitzen. 33 % der befragten Bundesbürger geben an, sich schon häufig mit dem Thema der finanziellen Pflegeabsicherung bei Krankheit oder im Alter beschäftigt zu haben. 41 % haben das bislang zumindest hin und wieder getan.

Wenig Pflegezusatzversicherungen

„Den Deutschen ist das finanzielle Risiko, ein Pflegefall zu werden und dann keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben, durchaus bewusst“, resümiert Michael Kurtenbach, der Vorstandsvorsitzende der Gothaer Krankenversicherung. „Trotzdem schließen nur verhältnismäßig wenige Personen eine private Pflegezusatzversicherung ab. Hier werden wir weiter Aufklärung leisten müssen.“

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