Planung: Wie man günstig zu einer Immobilie kommt

Aus leidvoller Erfahrung kann ich bestätigen, dass jeder Quadratmeter mehr ins Geld geht. Was sich aber beim Bau oder Erwerb durch clevere Planung sparen lässt, hat mir Immobilienexperte Sven Haustein nachstehend verraten:

Planung-Bausp.Schw.HallGanz unauffällig geplant: Photovoltaikanlage auf Schieferplattendach (Foto: Schwäbisch Hall/Solarworld).

Frage: Wie viel Platz brauche ich wirklich?

Klare Grundrisse oder der Verzicht auf massive Innenwände und Erker schonen das (Platz)-Budget. Je nach Materialien sind es 1.500 Euro bis 5.500 Euro pro Quadratmeter. Mit weniger Fläche reduzieren sich nicht nur Kauf- oder Baupreise, sondern auch Energie- oder Instandhaltungskosten. Hinterfragen Sie Ihre Extrawünsche: Tatsächlich wird z.B. der ersehnte Kamin (mehrere 1.000 Euro) oder die Sauna (ab 800 Euro) eher selten genutzt.

Für viele Menschen ein Trend: Häuser ohne Keller. Durch den Verzicht lassen sich die Baukosten um bis zu 15 % reduzieren.

Frage: Welche Materialien soll ich verwenden?

Eine Holzfassade ist etwa 5.000 Euro teurer als Außenputz, aber etwa 15.000 Euro bis 20.000 Euro günstiger als Klinker. Bei der Instandhaltung dreht sich diese Reihenfolge allerdings um.

Es lohnt sich, bei Wandmaterialien und Ziegeln Preise zu vergleichen: Sie variieren bis um das Doppelte. Bei Fenstern und Türen auf Standardmaße zurückgreifen oder statt zwei kleiner lieber ein großes Fenster einplanen. Tipp: Immer die Meinung eines Energieberaters einholen.

Frage: Muss beim Einzug alles „perfekt“ sein?

Ein Carport ist um mehrere 1.000 Euro günstiger als eine Garage. Die kann später noch nachgerüstet werden. Und der Dachstuhl, der noch nicht ausgebaut ist, birgt eine attraktive Platzreserve. Bei den Baukosten kann das eine Ersparnis von 750 Euro pro Quadratmeter bedeuten.

Frage: Was kann ich wirklich selbst machen?

Mit der so genannten „Muskel-Hypothek“ – also Eigenleistungen – lassen sich im Extremfall bis zu 50.000 Euro sparen. „Aber Vorsicht! Der Laie braucht für die meisten Arbeiten viel länger als der Profi“, gibt Sven Haustein zu bedenken.

Familie und Beruf werden Ihnen deshalb nicht weniger Zeit abverlangen. Und wer länger Miete zahlt, spart durch die Eigenarbeit entsprechend weniger. Das sind für mich einleuchtende Erklärungen.

 

Die Hypothekenzinsen im Zeitraffer

(Effektivzins aktuell und in der Vergangenheit am gleichen Tag)

 

18. April 2016 5 Jahre

fest

10 Jahre

fest

15 Jahre

fest

Aktuell 1,04% 1,31% 1,74%
Vor sechs Monaten 1,22% 1,62% 2,11%
Vor einem Jahr 1,06% 1,29% 1,66%
Vor fünf Jahren 3,79% 4,27% 4,72%
Vor zehn Jahren 4,37% 4,59% 4,86%
 

Quelle: FMH-Finanzberatung (www.fmh.de)

Dieser Beitrag wurde unter Immobilien abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Spam-Schutz (Damit Sie dieses Formular absenden können, lösen Sie bitte die folgende Aufgabe). *

Beitrag verschicken Beitrag verschicken Beitrag drucken Beitrag drucken