Preisanstieg: Höhere Baukosten wirken

Impferfolge, Lockdown-Lockerungen und Nachholeffekte haben die Zinsen für Immobiliendarlehen im Mai weiter leicht steigen lassen. Immobilienkäufer zahlen Anfang Juni rund 1 % für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung. „Das ist immer noch ein niedriger Zins verglichen mit den Vorjahren, aber trotzdem doppelt so viel wie zu Jahresbeginn – als Bestzinsen von rund 0,5 % möglich waren“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin Privatkundengeschäft bei der Interhyp AG.

Absturz: Zinsen gingen rasant nach unten (Grafik: Interhyp).

Das monatliche Interhyp-Bauzins-Trendbarometer prognostiziert kurzfristig ein gleichbleibendes Zinsniveau, langfristig weiteres Aufwärtspotenzial. Mirjam Mohr: „Mit Blick auf die anhaltend lockere Geldpolitik der Notenbanken werden die Finanzierungskosten für Immobilieninteressenten dennoch sehr überschaubar bleiben. Ein größeres Augenmerk sollte indes den teilweise extrem gestiegenen Materialkosten beim Bau gelten. Diese könnten sowohl die Neubaupreise treiben als auch das Finanzierungsverhalten verändern.“

Der Holzpreis hat sich binnen eines Jahres um 400 % verteuert, Dämmmaterial wie Styropor verteuerte sich im April um 50 % und Betonstahl auf Jahressicht um rund 30 %.

Kreditnehmer sollten prüfen, ob sie beim Eigenbau auch einen Kredit stemmen können, der theoretisch 20 % über der ursprünglich geplanten Kreditsumme liegt. So können sie mögliche Nachfinanzierungen von Anbeginn einkalkulieren und besser verkraften.

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