Preisspirale: Dagegen hilft ein Finanz-Puffer

Stahl, Holz, Dämmmaterial: Die Kosten für Baustoffe sind im vergangenen Jahr in die Höhe geschossen. Das zeigt eine Umfrage von Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler für private Baufinanzierungen. „Mehr als zwei Drittel der von uns befragten Bauleute sind von einer starken Kostensteigerung betroffen“, sagt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp, und ergänzt: „Wir erwarten, dass sich die Preisspirale auch in 2022 zunächst weiter nach oben drehen wird.“

Stark: Kostenexplosion bei Baumaterialien wird zur Belastung (Grafik: Interhyp).

Knapp ein Viertel (24 %) der befragten Interhyp-Kunden hat die Kostenexplosion bei Baumaterialien sehr stark, knapp die Hälfte (48 %) stark getroffen. Insgesamt sind das mehr als zwei Drittel (72 %). Mehr als ein Fünftel (23 %) spürt die Kostensteigerung nur ein wenig und lediglich 5 % gar nicht. Für die Umfrage hat Interhyp Ende November 110 Kundinnen und Kunden gefragt, die in den vergangenen zwölf Monaten über das Unternehmen eine Finanzierung für ein Bauvorhaben abgeschlossen haben. Mirjam Mohr: „Wir empfehlen unseren Baukunden, diese Entwicklungen genau im Auge zu behalten und raten heute zu mehr finanziellem Puffer, zu noch größerer Sorgfalt bei der Kostenberechnung und zu noch längeren bereitstellungszinsfreien Zeiten.“

Bauen wird teurer. Innerhalb eines Jahres sind z.B. die Preise für Rohbauarbeiten um über 15 % gestiegen, wie das Statistische Bundesamt zu Anfang des neuen Jahres bekanntgab. „Gründe für die gestiegenen Baukosten sind auf der einen Seite die Lieferengpässe auf Grund der Corona-Pandemie, aber auch die Inflation und die in 2020 abgesenkte Mehrwertsteuer“, sagt Mirjam Mohr.

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