Reisekosten: Aus der Bloggerwerkstatt

Reisekosten sind auch in meinem privaten Bloggerclub ein Thema. Denn Blogger werden inzwischen vermehrt zu Pressekonferenzen eingeladen. Doch die Reisekosten können sie nicht aus ihrer Privatschatulle bezahlen.

Metzger-KarikaturOskar H. Metzger: Neues aus meinem Bloggerclub (Karikatur: Bubec).

Soll ich oder soll ich nicht? Der eine Versicherer bezahlt die Reise- und Übernachtungskosten der Journalisten und Blogger, aber der andere nicht. Wer nicht zahlt, muss seinem Vorstand oft viele leere Plätze präsentieren.

Wenn der Vorstand allein dasteht

Auch die Gespräche vor und nach der Veranstaltung sind öd, wenn nur wenige Teilnehmer da sind. Denn die Kollegen von der Tagespresse müssen schnell weg, um ihren aktuellen Beitrag noch loszuwerden.

Und die Kollegen der Versicherungsfachpresse, deren Flugzeug erst in einigen Stunden starten würde, sind nicht gekommen. Denn wer für einen Artikel nur ein mageres Honorar von vielleicht 50 Euro bekommt, der kann davon nicht auch noch die Reise- und Übernachtungskosten bezahlen.

Sonderstellung durch Einladungspraxis

Ein erfahrener Kollege „mosert“ deshalb, dass Unternehmensjuristen nicht definieren dürfen, in welcher Höhe die Reise- und Übernachtungskosten von der Kommunikationsabteilung übernommen werden sollen. Er gibt den PR-Chefs den Rat, die Kosten für diejenigen Journalisten und Blogger, die nicht zahlen wollen oder können, zu übernehmen.

So geschieht es teilweise auch weiterhin in der Versicherungsbranche. Die Einladungspraxis mit Kostenübernahme ist nicht ausgestorben. Die Journalisten und Blogger haben dadurch noch einige Anlaufstellen für persönliche Gespräche. Das führt bei den einladenden Unternehmen zu einer bevorzugten Sonderstellung.

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