Rentenfonds: Etwas für vorsichtige Anleger

Unter dem Begriff Rentenfonds werden in meinem Anlegerclub alle Investmentfonds zusammengefasst, die in börsennotierte Anleihen investieren. Ob es sich dabei um sichere Euro-Staatsanleihen oder hoch riskante Schwellenländer-Papiere in Fremdwährungen handelt, hängt von der Anlagepolitik des Fondsmanagements ab.

MetzgerOskar H. Metzger: Neues aus meinem Anlegerclub (Foto: Privat).

Wichtig zu wissen ist, dass es innerhalb dieses Fondssegments sehr unterschiedliche Chancen und Risiken gibt. Manche Fonds mit besonders aggressiver Anlagestrategie können sogar fast das Risikoprofil eines Aktienfonds aufweisen.

Wo Gewinne winken

Wie hoch Gewinnchancen und Schwankungsintensität sind, hängt von drei Faktoren ab, heißt es in einer Fachinformation der Verbraucherzentrale: Restlaufzeit der Anleihen im Fondsportfolio, Bonität der Anleihenemittenten und Währungsstruktur.

Rentenfonds mit langfristig laufenden Papieren im Portfolio können in Phasen sinkender Zinsen weit überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Dieser Effekt beruht jedoch weniger auf echten Zinserträgen als vielmehr darauf, dass in Zeiten fallender Zinsen die Kurse von festverzinslichen Anleihen steigen.

Gefährliche Zinssteigerungen

Bei Rentenfonds mit Schwerpunkt auf lang laufenden Anleihen riskiert man im Gegenzug aber auch starke Renditeinbußen, wenn die Zinsen steigen. Denn die Kurse der im Portfolio befindlichen Anleihen werden dann sinken. Je länger die durchschnittliche Restlaufzeit der festverzinslichen Anleihen, desto größer wird dieses Schwankungsrisiko.

Bescheidenere Wertsteigerungen, aber mehr Sicherheit in Phasen steigender Marktzinsen bieten Kurzläuferrentenfonds, die zumeist in Schuldverschreibungen mit Restlaufzeiten zwischen einem und fünf Jahren investieren. Wenn die Zinsen steigen, bringen diese Fonds meist stetigere Erträge als die Langläuferfonds.

Risiko des Aufpeppens

Aufpeppen lässt sich die Renditechance mit Hochzinsrentenfonds, die auf Anleihen von Schwellenländern oder Unternehmen setzen. Allerdings wird das Renditeplus mit zusätzlichen Anlagerisiken erkauft. So sind die Kursschwankungen bei solchen Papieren je nach Bonität des Herausgebers deutlich stärker als bei Staatspapieren. Mehr noch: Schlittert der Schuldner in die Pleite, können dessen Anleihen über Nacht sogar wertlos werden.

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