Rentensteigerung: Der Trick mit den freiwilligen Zahlungen

In einer seiner Ausgaben hat das Satiremagazin „Die Anstalt“ die privaten Vorsorgemodelle Riester und Co. aufs Korn genommen.

Rentensteigerung-Bundesverb.d.Rentenber.Marina Herbrich: Zeigt Wege zu einer besseren Altersvorsorge (Foto: Bundesverband der Rentenberater).

Als Betroffener konnte einem das Lachen im Halse stecken bleiben. Über die hier angeprangerten Fehler im System informiert beispielsweise auch der Bundesverband der Rentenberater e.V. seit Jahren.

Profiteure dieser von der Bundesregierung lange und intensiv beworbenen Produkte sind nach Ansicht des Verbandes fast ausschließlich private Versicherungskonzerne. Selbst in der betrieblichen Altersvorsorge zahlen häufig nur die Arbeitnehmer im Wege der Entgeltumwandlung für ähnliche Produkte der Versicherungswirtschaft.

Einmalzahlungen sind möglich

Vorgestellt wurden in der Satiresendung allerdings auch die neuen Möglichkeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Neuerungen, auf die auch der Bundesverband der Rentenberater e.V. wiederholt hingewiesen hat. Dank des Flexirenten-Gesetzes sind nämlich jetzt große zusätzliche Einmalzahlungen möglich – und zwar schon ab dem 50. Lebensjahr und nicht erst ab 55 wie bisher.

Solche Zahlungen können Versicherte nutzen, um Abschläge bei früherem Renteneintritt auszugleichen. Auch dann, wenn sie nur die Absicht formulieren, früher in Rente zu gehen. Wenn sie dann doch bis zum regulären Eintrittsalter weiterarbeiten, werden mit diesen Zahlungen keine Abschläge ausgeglichen – sie werden aber der späteren Rente erhöhend zugerechnet.

Ein Lob für die Satiriker

„Die Satiriker haben Recht: Das ist gerade aktuell eine brauchbare Alternative zu anderen Vorsorgeprodukten“, sagt Marina Herbrich, die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. „Damit es sich wirklich lohnt, sollten Versicherte jedoch schon in etwa über eine fünfstellige Summe verfügen können.“

Marina Herbrich weiter: „Wenn sich die Rente dadurch ganz konkret erhöht, ist das Geld in der gesetzlichen Rentenversicherung häufig besser investiert als in privaten Vorsorgeprodukten.“ Was man schon lange gefordert habe, sei jetzt in Teilen umgesetzt, freut sich die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V. „Fürs Alter besser vorzusorgen, ist mit der gesetzlichen Rente möglich. Was weiter fehlt, ist eine Möglichkeit für Beschäftigte, freiwillig Zusatzbeiträge in die Rentenversicherung zu zahlen und sich höher zu versichern.“ Um sicherzustellen, dass die freiwilligen Zahlungen auch tatsächlich ihren Zweck erfüllen, sollten sich Versicherte unbedingt beraten lassen. Das gilt vor allem für Versicherte, die über höhere Einmalzahlungen nachdenken.

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