Schließfach: Gold und Schmuck sicher unterbringen

Für Erspartes zahlen die Banken kaum noch Zinsen. Um beim Sparen nicht ständig Verlust zu erleiden, stehen Wertsachen bei immer mehr Deutschen als vermeintlich krisensichere Geldanlagen hoch im Kurs. Ob Gold, Schmuck oder wichtige Dokumente – diese Dinge sollten jedoch sicher aufbewahrt werden. Wem die eigene Wohnung nicht als geeigneter Ort erscheint, der kann ein Bankschließfach mieten. Was man dabei beachten sollte, erklären Arag Experten.

Schließfach-BankenverbandInventarliste fürs Schließfach: Ohne Nachweis zahlt die Versicherung nicht (Foto: Bankenverband).

Die Miete für ein Fach hängt in der Regel von der Größe ab. Die preiswertesten Angebote liegen derzeit bei unter 30 Euro pro Jahr.

Nach der Versicherung fragen

In diese Schließfächer passt dann allerdings gerade mal ein Aktenkoffer. Wer mehr Platz im Safe braucht, muss auch mehr dafür bezahlen: Geräumige Schließfächer, z.B. um wertvolle Kunstgegenstände zu lagern, kosten oft mehrere 100 Euro pro Jahr.

Bei Vertragsabschluss sollte unbedingt geprüft werden, ob eine Versicherung des Schließfachs etwa gegen Raub oder Feuer im Mietpreis enthalten ist. Bei einigen Banken kostet die Versicherung extra. Und nicht bei allen Banken umfasst die Versicherung auch Schaden durch Blitzschlag, Explosion oder Rauch.

Notfalls Fotos machen

Die Kunden müssen die Versicherung übrigens nicht unbedingt über das Kreditinstitut abschließen. Es gibt Hausratsversicherer, die auch Wertsachen in Bankschließfächern mit einbeziehen.

In jedem Fall zahlt die Versicherung nur, wenn der Besitzer des Bankschließfachs nachweisen kann, welche Wertgegenstände sich im Fach befunden haben. Dafür eignen sich eine Inventarliste und Kaufbelege. Bei Erbstücken sollten zur Sicherheit Fotos gemacht werden.

Bei einer Verletzung von Obhuts- und Aufklärungspflichten sowie unzureichenden Sicherungsmaßnahmen des Tresorraums haftet das Geldinstitut. Abschließend weisen Experten noch darauf hin, dass Bargeld nicht ins Schließfach gehört. Auch wenn die Bank das Geld versichert, ist die genaue Summe im Schadensfall nur schwer nachzuweisen.

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