Senioren: Wo sie viel Geld sparen können

Senioren sollten ihren Versicherungsbestand einer Überprüfung unterziehen und sich fragen: Welche Versicherung ist noch nötig? Welche Risiken des Alters sollten durch eine neue Versicherung abgedeckt werden?

Senioren-Wo sie-BVKMichael Ritz: In günstigere Tarifklasse umsteigen (Foto: BVK).

„Da im Regelfall im Alter immer mehr Zipperlein dazu kommen und die Beweglichkeit abnimmt, ist der Abschluss einer Unfallversicherung mit Assistanceleistungen sinnvoll“, sagt Michael Ritz, Sprecher des Bezirks München im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Verunfallt man dann plötzlich und ist z.B. für eine Zeit gehbehindert, organisiert diese Versicherung eine Haushaltshilfe, die für den Ruheständler putzen, waschen und kochen kann.“

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Wer einmal mit einem gebrochenen Mittelfuß tage- und wochenlang humpelnd allein in seiner Wohnung verbracht hat, weiß die Hilfe durch einen derartigen Versicherungsschutz zu schätzen. Besteht schon eine Unfallversicherung, so empfiehlt Ritz zu prüfen, ob durch die Einstufung in eine andere Tarifgruppe der Beitrag bei unveränderten Leistungen reduziert werden kann.

Ein heikles Thema ist sicherlich das Eingeständnis, dass man irgendwann auch mal ein Pflegefall werden kann. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt jedoch höchstens 1.612 Euro in der höchsten dritten Pflegestufe. Die Kosten für eine Vollzeitpflege in dieser Stufe betragen jedoch oft um die 3.500 Euro und mehr im Monat. Diese Differenz kann eine Pflege- oder Pflegezusatzversicherung schließen helfen.

Günstigere Tarifklassen

Aber im Alter sollten nicht nur „altersgerechte“ Versicherungen zusätzlich abgeschlossen werden. Einige können auch tariflich optimiert werden, um Prämienzahlungen einzusparen: So können Senioren ihre private Haftpflichtversicherung in eine günstigere Tarifklasse für Senioren umwandeln und damit Bares sparen. Das gilt auch bei Rechtsschutzversicherungen. Um 20 % bis 50 % geringere Prämienzahlungen können dabei erzielt werden.

So bestehen auch bei der Kfz-Versicherung Einsparpotenziale, beispielsweise in dem die jährliche Fahrleistung nach dem Ende der Berufstätigkeit minimiert und der Fahrerkreis auf die eigene Person beschränkt wird. „Dabei sollte man nur darauf achten, dass das Auto dann nicht mehr an den Enkel verliehen werden kann“, so Ritz.

Der Eintritt ins Rentenalter ist außerdem der richtige Zeitpunkt, um eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung zu erstellen.

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