Tricks: Wo die Kfz-Versicherer an Tarifen schrauben

Die Versicherer stehen im harten Wettbewerb um Autofahrer, die ihre Kfz-Versicherung wechseln wollen. Den Kampf fechten sie nicht nur über die Preise aus, sondern auch mit neuen Leistungsangeboten.

Schütz Wolfgang-VervivoxWolfgang Schütz: Gibt Verbrauchern wichtige Tipps (Foto: Verivox).

Viel Bewegung gibt es bei den Telematiktarifen, wie das unabhängige Verbraucherportal Verivox ermittelt hat. Außerdem bieten einige Anbieter Verbesserungen für E-Autos.

Bis 40 % Ersparnis

Vorausschauend fahren und dafür weniger für die Kfz-Versicherung zahlen – das ist das Prinzip von Telematiktarifen. Mittlerweile bieten zahlreiche Versicherer überwiegend jungen Fahrern diese neue Technik an, bei der die Versicherten ihr Fahrverhalten elektronisch auswerten lassen. Wer vorsichtig fährt, kann den Preis des Telematiktarifs bis zu 40 % senken.

Doch selbst exzellente Fahrer bekommen dabei nicht automatisch ein erstklassiges Angebot, wie Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH, feststellt: „Modellrechnungen zeigen, dass einige Telematiktarife selbst mit der höchstmöglichen Ersparnis noch über den besten ‚normalen‘ Tarifen liegen. Andererseits sind – je nach Versicherer und Kunde – auch unschlagbar günstige Preise möglich.“

Der kostenlose Rabattrechner

Laut Kraftfahrtbundesamt fahren über 150.000 Elektro- und Hybridautos auf Deutschlands Straßen. Herzstück dieser Autos ist der Akku, der üblicherweise in der Kasko mitversichert werden kann. Einige Versicherer satteln noch eins drauf und bieten einen Rundumschutz bei allen Beschädigungen und Zerstörungen.

Der kostenlose Rabattretter war lange der günstige „Freischuss“ für alle langjährig unfallfreien Fahrer. Sie wurden nach einem Schaden nicht teurer eingestuft.

Heute ein Nischenprodukt

In den vergangenen Jahren hatten die meisten Versicherer den Rabattretter abgeschafft. Aber er überlebt zumindest in der Nische. Einige Versicherer bieten ihn heute nach 30 oder 35 schadenfreien Jahren an, statt früher nach 25 Jahren.

„Der Zusatzbaustein ist kostenlos“, betont Wolfgang Schütz. „Aber er lohnt sich nur, wenn der Tarif insgesamt günstig ist.“ Am Markt durchgesetzt hat sich der Rabattschutz. Im Gegensatz zum Rabattretter wird dafür ein Zuschlag fällig und auch Fahrer mit niedrigem Schadenfreiheitsrabatt können ihn abschließen.

Sonderzubehör ist bei Basistarifen mittlerweile für Summen zwischen 2.500 Euro und 5.000 Euro abgesichert. Bei teuren Autoradios oder Navigationssystemen genügt diese Summe unter Umständen nicht. Viele leistungsstarke Tarife verzichten deshalb komplett auf eine Begrenzung der Höchstsumme und andere decken Zubehör mit Summen von bis zu 50.000 Euro ab.

Auch Personenschäden werden höher versichert. Viele Tarife mit besseren Leistungen decken jetzt Personenschäden mit 15 Mio. Euro ab. Vor einigen Jahren lagen Spitzensummen noch bei 12 Mio.

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