Übernahmen: Das Geschäft kann sich lohnen

Manchmal werden in meinem Anlegerclub Fusions- oder Übernahmepläne diskutiert. Übernahmen, ob freundlich oder feindlich, stehen nach Aussage des Deutschen Aktieninstituts (DAI) für einen funktionierenden Kapitalmarkt. Übernahmewillige Unternehmen streben nach externem Unternehmenswachstum und sind bereit, hierfür zu investieren.

Neues aus dem Anlegerclub: Den Profis über die Schulter geschaut (Foto: Deutsche Börse AG).

Für Anleger der Unternehmen, die übernommen werden sollen, können sich Übernahmen lohnen. Kommt es zu einem Wettbewerb mehrerer Bieter um ein Unternehmen, steigt der Preis, den dessen Aktionäre für ihre Anteile erzielen können.

Kurssteigerungen möglich

Die Erschließung neuer Marktpotenziale kann auch Wertsteigerungen beim übernehmenden Unternehmen hervorrufen. Langfristig sind oftmals Synergieeffekte möglich, die zu Einsparungen und damit zu Kurssteigerungen führen.

Jede Fusion ist jedoch gesondert zu beurteilen, denn der wirtschaftliche Erfolg hängt von vielen Faktoren ab und ist keinesfalls garantiert. Einsparungen können durch erhöhten Abstimmungsbedarf beim Zusammentreffen verschiedener Unternehmenskulturen aufgezehrt werden, vor allem bei grenzüberschreitenden Fusionen.

Motivation fürs Management

Nichtsdestotrotz sind Übernahmen von Unternehmen für das DAI im Interesse ihrer Eigner wichtig. Denn fehlender unternehmerischer Erfolg kann zu niedrigen Aktienkursen führen, so dass das Management unter Rechtfertigungsdruck gerät und das Unternehmen zum Übernahmeziel werden kann.

Drohende Übernahmen sind deshalb ein wirksames Instrument zur Motivation des Managements, den Marktwert und damit den Aktienkurs des Unternehmens nachhaltig zu steigern.

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