Urlaub: Angst vor einem Gelddiebstahl

Deutsche Urlauber fürchten sich eher vor Gelddiebstahl als vor Bank- oder Kreditkartenbetrug, so eine Postbank Umfrage. Und das zu Recht: Sie bestücken ihre Reisekasse mit viel zu viel Bargeld und gehen damit ein Sicherheitsrisiko ein.

Urlaub-Angst-PostbankKreditkarte: Wer umsichtig damit umgeht, kann gut lachen (Foto: LightField Studios).

Durchschnittlich 480 Euro haben die Deutschen im Portemonnaie, wenn sie für eine Woche innerhalb Europas verreisen – pro Person. So kommen beachtliche Summen zusammen: Eine vierköpfige Familie reist demnach mit knapp 2.000 Euro im Gepäck.

Ziel für Kriminelle

Wer derart hohe Beträge mit sich führt, ist ein lohnendes Ziel für Kriminelle. Das ahnen auch die deutschen Urlauber. Entsprechend hat jeder zweite (53 %) von ihnen Angst, dass ihm im Urlaub Geld gestohlen wird. Im Vergleich dazu ist die Zahl derer, die sich sorgen, im Urlaub Opfer eines Bank- oder Kreditkartenbetrugs zu werden, mit 41 % deutlich geringer. „Urlauber sollten ihren Bargeldbestand möglichst gering halten. Für die Anreise reichen in der Regel um die 100 Euro aus. Genug, um den Imbiss am Flughafen und das Taxi zum Hotel zu bezahlen“, erklärt Iris Laduch-Reichelt von der Postbank.

Verliert man das Geld oder wird bestohlen, erhält man in der Regel keinen Ersatz. Kredit- oder Bankkarten bieten hingegen deutlich mehr Sicherheit, wenn man einige Regeln beachtet.

  1. Karte sperren, sobald man den Verlust bemerkt. Oder wenn der Verdacht besteht, dass die Karte von Dritten verwendet wurde.
  1. Bank- und Kreditkarten immer dicht am Körper tragen. Es sind Wertgegenstände.
  1. PIN nur verdeckt eintippen. Eine PIN ist eine Geheimzahl und sollte auch geheim bleiben. Daher: Niemandem mitteilen und nicht aufschreiben.

Seit Anfang 2018 haftet der Kunde für Schäden, die bis zu dem Zeitpunkt entstehen, an dem die Karte gesperrt wurde, nur noch mit 50 Euro. Bislang waren es 150 Euro. Handelt der Kartenbesitzer jedoch grob fahrlässig oder mit Vorsatz, haftet er unbegrenzt.

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